Deutsche Identität

 

Was ist Deutschland?

Wohin geht es?

Was bedeutet es, Deutsche/r zu sein?

Welchen Weg soll Deutschland gehen?

Was will Deutschland sein?

 

Ich bin ein Deutscher ohne Scham- oder Schuldgefühle, ein Deutscher zu sein.

Ich liebe deutsche Musik, Dichtung, Philosophie, Literatur und Kunst sowie deutsche Städte und Landschaften.

Ich mag jedoch weder Regierungsbeauftragte, die mich von Amts wegen verspotten, noch Identitätspolitiker,

die mir und Anderen vorschreiben wollen, wer ich bin und wie ich mich zu fühlen habe.

 

Ich mag auch keine kleinkarierten Politiker und ideologischen Oberlehrer,

die mir vorschreiben wollen, wie ich zu denken, zu sprechen und zu schreiben habe.

Es ist höchste Zeit, gegen diese totalitären Tendenzen Widerstand zu leisten,

um weiterhin so denken und zu fühlen, so reden und so schreiben zu können,

wie einem jeweils zumute ist und wie man es selbst für richtig hält.

 

Aus Selbstachtung, aus Freiheitsliebe und ohne Furcht

vor anmaßenden Blockwarten und besserwisserischen Demagogen.

Wir laufen Gefahr, in einer freiheitsfeindlichen Gesinnungsdiktatur aufzuwachen.

 

Manche meinen, lechts und rinks kann man nicht velwechsern. Werch ein Illtum! (Erich Fried)

 

Einigkeit und Recht und Freiheit!

 

UWD

 


 

WILLIAM TOEL. Der Fürsprecher der Deutschen

 

Seit 75 Jahren haben die Deutschen mit ihrem Selbstbild zu kämpfen. Viele fühlen sich in ihrer eigenen Haut unwohl, jedoch hat die Gesellschaft sie sorgfältig darauf trainiert, nicht darüber zu sprechen - nicht die Art von Fragen zu stellen, die Deutsche stellen, wenn sie wahrhaft Deutsche sind.

 

Wir leben in einer Zeit großen historischen Wandels und immer mehr Menschen spüren das. Es ist wichtig, den Deutschen Gehör zu schenken und dass sie geliebt werden, so wie sie wirklich sind.

 

Die Deutschen wurden erschaffen, um eine besondere Rolle in der Welt zu erfüllen. Wenn die Deutschen wieder Deutsche sind, wird die Welt geheilt sein.

 

Liebe ist die einzige Antwort.

 

https://www.williamtoel.de/

 

Weitere Verbindungen zu William Tole:

 

https://www.youtube.com/c/WilliamToel/featured

 

https://www.youtube.com/watch?v=y7XtSvmz2b8

 

https://www.bradley.edu/academic/departments/mtg/faculty/profile.dot?id=c2c33b48-4bbd-43f0-9fc8-1cd67e2c1edc

 



 

William Toel und seine prophetische Mission

 

William Toels prophetisches Selbstverständnis ist etwas amerikanisch und uns Deutschen vor allem im Bereich des Politischen ziemlich fremd. Mehr noch: die meisten Deutschen fürchten sich davor und geraten schnell in Panik, weil

sie das reflexartig sofort mit dem sog. "Dritten Reich" verbinden.

 

Prophetisches Reden mögen amerikanische Bibelfundamentalisten normal finden, aber in Europa und insbesondere in Deutschland ist das zumindest exzentrisch und kommt in der politische Öffentlichkeit gar nicht gut an. So etwas spaltet in unkritische Anhänger und skeptische Gegner, da die Befürchtungen vor (religiösem) Pathos im Bereich des Politischen nach wie vor groß sind. Ganz gleich wie man dazu steht: Was die historisch bedingten Scham- und Schuldgefühle vieler Deutscher angeht, die uns nicht nur von Amerikanern und Briten, sondern auch von Anderen eingeimpft wurden, und die immer wieder von Anderen ausgenutzt werden, hat er auf jeden Fall einen wunden Punkt getroffen.

 

Hier haben viele Deutsche eine historisch bedingte Erblast zu tragen, die es ihnen immer noch schwer macht, die volle Verantwortung für sich selbst und für ihr Land mitten in Europa zu tragen, die sowohl der wirtschaftlichen Stärke Deutschlands als auch seinem politischem Gewicht und seiner geopolitischen Lage gerecht wird. Sehr viele Deutsche möchten sich gar nicht mehr als solche verstehen und begnügen sich daher lieber mit einer regionalen Identität als Bayern oder Schwaben, als Berliner oder Hamburger, Sachsen oder Thüringer oder aber sie wollen nur noch gute Europäer oder gleich ortlose Kosmopoliten und Weltbürger im Niemandsland ihrer Fantasie sein.

 

Nicht wenige Deutsche identifizieren sich mit fremden Ländern, Kulturen, Religionen und Mentalitäten, vorwiegend aus Asien. Oft handelt es sich um einen geistlosen östlichen Mystizismus oder um modernen Gnostizismus. Aber das ist eine Flucht vor sich selbst , weil sie sich nicht mehr in ihrer Haut wohlfühlen. Und es ist außerdem eine kopflose Flucht vor dem griechisch-römischen und jüdisch-christlichen Erbe ihrer deutschen und europäischen Kultur. Es war jedoch diese Kultur und keine andere Kultur der Menschheit, die die sittliche Idee universaler und unveräußerlicher Menschenrechte hervorgebracht hat und in die politischen Formen rechtlicher Institutionen gegossen hat.

 

Die ungesunden Schuldkomplexe vieler Deutscher und ihre politischen Folgen

 

Unsere europäischen Nachbarn, wie vor allem die Franzosen, kennen unsere deutschen Komplexe und warten nur darauf, dass wir sie endlich überwinden. Andere nutzen sie aus und versuchen sich dadurch Vorteile zu verschaffen. Aber keine Nation, kein Land und kein Volk kann bestehen, wenn seine Menschen nicht in der Lage und bereit sind,

ihre eigenen Interessen nach Innen und nach Außen zu vertreten und zu verteidigen. Das gilt sowohl für die innere Sicherheit durch eine konsequente und angemessene Durchsetzung der legitimen Gesetze des Rechtsstaates als auch für die äußere Sicherheit durch wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und durch militärische Verteidigungsfähigkeit in

Zeiten von wiederkehrenden Angriffskriegen und anderen schweren ökonomisch-politischen Krisen in Europa. In

diesen Hinsichten können wir Deutsche vor allem viel von den selbstbewussteren Franzosen und klugen Balten,

von den realistischeren Osteuropäern und von den patriotischen Ukrainern lernen.

 

Noch tun sich sehr viele Deutsche schwer damit, ihre gewohnten Bequemlichkeiten aufzugeben, aus ihren Komfort-zonen herauszufinden und sich den großen Herausforderungen der aktuellen "Zeitenwende" zu stellen. Daher lohnt

es sich trotz des etwas ungewohnten Pathos und der rhetorischen Selbstmystifikation mit den direkten und klaren Botschaften von William Toel auseinander zu setzen. Ich bin kein Toel-Fan, aber ich finde, dass er uns etwas Wichtiges und Richtiges mitzuteilen hat. Seine Art, dies zu tun, wäre nicht meine Art. Aber auf seine Art erreicht und berührt er sicherlich mehr Menschen als ich das mit meiner trockenen Prosa könnte.

 

Wir sollten uns daher unseren eingeimpften Ängsten sowie unseren anerzogenen Scham- und Schuldgefühlen in Bezug auf das Deutschsein stellen. Vor allem sollten wir uns nicht von den selbsternannten, identitäts-politischen Politfunktio-nären der "political correctness" einschüchtern lassen, die uns ständig vorschreiben wollen, wie wir uns zu fühlen und

zu verstehen haben und wie wir zu denken, zu reden und zu schreiben haben. Das hat bisweilen geradezu totalitäre orwellsche Züge angenommen, worauf auch schon der linke Intellektuelle Slavoy Zizek hingewiesen hat.

 

Freiheitlich-rechtstaatliche Demokratie oder freiheitsfeindliche und verfassungswidrige Gesinnungsdiktatur?

 

Die momentane Entstehung einer freiheitsfeindlichen und verfassungswidrigen Gesinnungsdiktatur von ethnischen und sexuellen Minderheiten, die der schweigenden großen Mehrheit der Deutschen auf der Nase herumtanzen, ist keine bloße Einbildung. Sie versuchen uns nur mit ihrem inflationären Gebrauch von pseudo-moralischen Schlag-wörtern wie Ausgrenzung, Diskriminierung, Rassismus, Patriarchat, etc. einzuschüchtern. Dabein nutzen sie die Scham- und Schuldgefühle vieler Deutscher nur aus, um mehr Macht zu gewinnen. So wurden z.B. auch ProLife-Gruppen an sechs deutschen Universitäten als frauenfeindlich diffarmiert, nur weil sie eine andere, strengere  Auffassung vom unbedingten Wert des menschlichen Lebens und daher konsequenterweise auch eine kritischere Haltung zum weit verbreiteten Verständnis von Abtreibung als einem angeblichen Frauen- oder Menschenrecht haben.

 

Pseudo-moralische Schlagwörter als Waffen sind jedoch kein Ausdruck echter Moralität, sondern nur politische Kampf-rhetorik. Es handelt sich vorwiegend um spießige Blockwarte und selbstgerechte Oberlehrer, die sich über Andere erheben und ihnen ein schlechtes Gewissen machen wollen, um selbst mehr Macht zu gewinnen. Von den bedeutenden philosophischen Ethikern wie Immanuel Kant und Franz Brentano kann man immer noch lernen, dass echte Moral eine Sache der achtsamen, gewissenhaften und klugen Selbstbestimmung ist und daher das glatte Gegenteil des nietzschea-nischen Willens zur Macht, um Andere zu kontrollieren und öffentlich zu diffarmieren.

 

Die besten Wege, tatsächliche Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus zu überwinden sind gelebte Integration

im Schul- und Bildungswesen, in einem sozialen Dienstjahr bei der Bundeswehr und zivilen Diensten, in Sport und Spiel, in den verschiedenen Wissenschaften und Künsten, Religionen und Konfessionen und in anderen Bereichen der Zivil-gesellschaft. Regierungen, Minister, Staatssekretäre und andere Politfunktionäre sind jedoch die letzten, die sich für Ethik und Moral in der Gesellschaft zuständig fühlen sollten. Sie sollten sich vielmehr zurückhalten und nach bestem Wissen und Gewissen eine gute Arbeit machen und sie öffentlich erklären. Ansonsten ist der DFB mit seinen Fußball-Ligen vermutlich das beste öffentliche Integrationsprojekt, das wir haben. Lautstarke Demonstrationen und der allzu

schrille "Kampf gegen rechts" sind meistens nur selbstgerecht, uneffektiv und wertlos.

 

William Toels Plädoyer für das "Deutsche Modell" der sozialen Marktwirtschaft

 

Als Ökonomieprofessor, der trotz seines amerikanischen Patriotismus die soziale Marktwirtschaft bzw. den "rheinischen Kapitalismus" der Deutschen mehr bewundert als den neoliberalen Raubtierkapitalismus der Amerikaner und Briten, weiß er, was wir zu verlieren haben, wenn wir uns weiterhin den angelsächsischen Vorstellungen anpassen anstatt

unser bewährtes "Deutsches Modell" einer Balance zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu verteidigen. Es ist schon ziemlich seltsam, dass erst ein Amerikaner kommen muss, um uns daran zu erinnern. Aber das ist die Lage, seit nicht nur linksliberale Grüne und Merkelianer, sondern selbst Sozialdemokraten der neoliberalen Identitätspolitik der globalisierten Finanzindustrie in den Banken, Börsen und Konzernen erlegen sind.

 

Die IT- und High-Tech-Giganten aus Kalifornien (Apple, Amazone, Google, Microsoft, Tesla & Co.) wollen keine Gewerk-schaften zulassen und möchten, dass sie am liebsten weltweit verschwinden, damit ihr neoliberaler Sozialdarwinismus freie Bahn hat. Ihr Freiheitsverständnis einer eigennützigen und verantwortungslosen Willkürfreiheit entspricht dem Gesetz des Dschungels, also dem Recht des Stärkeren. Unser deutsches Freiheitsverständnis stammt hingegen vom Judentum und Christentum. Ihm zufolge endet meine persönliche Freiheit da, wo die meines Mitmenschen beginnt, auch und gerade da, wo der Andere sich in einer etwas schwächeren Position befindet. Das nennt man "Freiheit zur Verantwortung" oder ganz einfach Humanität.

 

William Toel erinnert uns Deutsche daran, dass wir trotz vieler Neider gerade für unseren wirtschaftlichen Erfolg sowie für unsere ökonomisch-politische Trias von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und sozialer Marktwirtschaft in aller Welt bewundert werden. Viele Flüchtlinge wollen doch gerade aufgrund ihrer Bewunderung Deutschlands, der deutschen Wirtschaft und Technik sowie des deutschen Sozialstaates und politischer Stabilität zu uns nach Deutschland kommen, um an unserer Lebensweise teilzuhaben, um ihre eigenen Lebensziele vom kleinen familiären Glück mit Beruf, Ehe und Familie zu realisieren.

 

Aber William Toel ermahnt uns auch, dass wir diese besondere ökonomisch-politische Trias nicht leichtfertig aufgeben und verspielen dürfen. Da die Sozialdemokratie als "Dritter Weg" zwischen marxistischem Sozialismus und unregulierten Kapitalismus eine deutsche Erfindung ist und da auch die deutschen Christdemokraten einen "Dritten Weg" in Form der sozialen oder humanen Marktwirtschaft von Ludwig Erhard und Wilhelm Röpke adoptiert hatten, spricht William Tole ganz zurecht vom exzellenten "Deutschen Modell". Er glaubt sogar daran, dass Deutschland mit dieser besonderen ökonomisch-politischen Trias ein exemplarisches Modell für die ganze Welt ist, das den anderen ökonomisch-politischen Modellen von China, Russland und den USA vorzuziehen ist. Daher glaubt er, dass wir mit dem Erhalt des "Deutschen Modells" sogar eine besondere welthistorische Verantwortung zu tragen haben.

 

William Toels leidenschaftliche Liebe zu Deutschland und den Deutschen

 

In diesem Punkt geht William Toel vielleicht ein wenig zu weit und erwartet aufgrund seiner leidenschaftlichen Liebe

zu Deutschland etwas zu viel von den Deutschen. Soziale Marktwirtschaften gibt es nämlich auch in den skandinavi-schen Ländern. Wenn er meint, dass die Deutschen die ganze Welt heilen könnten, wenn sie sich nur wieder auf sich selbst und die "deutschen Tugenden" besinnen und "wahrhaft Deutsche" sind, dann klingt das etwas zu sehr nach der alten romantischen Selbstüberschätzung, dass "am deutschen Wesen die Welt genesen" könnte.

 

Anders als William Toel glaube ich auch nicht, dass es ein überzeitliches "Deutschtum" (Germanness), eine zeitlose "deutsche Seele" oder ein übergeschichtliches "deutsches Wesen" gibt. Das sind platonisierende Konstrukte aus dem

19. Jahrhundert, die wir im 20. Jahrhundert zurecht hinter und gelassen haben. Was es jedoch gibt, sind gewisse landestypische kulturelle Mentalitäten, die zwar über viele Generationen hinweg tradiert wurden, die sich jedoch lang-fristig auch wieder ändern können. Dies zeigt auch der Witz von Himmel und Hölle im Hotel Europa: Wie entsteht der Himmel im Hotel Europa? Wenn die Engländer den Empfang machen, die Franzosen kochen, die Deutschen für die Organisation und die Italiener für die Unterhaltung zuständig sind. Wie entsteht die Hölle im Hotel Europa? Wenn die Franzosen den Empfang machen, die Engländer kochen, die Italiener für die Organisation und die Deutschen für die Unter-haltung zuständig sind.

 

Das Problem der tiefsitzenden Ängste sowie der Scham- und Schuldgefühle vieler Deutscher für ihr schicksalhaftes Deutschsein hingegen betrifft immer noch viele der Deutschen, die zwischen 1945 und 1990 geboren wurden. Die Deutschen, die jedoch wirklich schuldig wurden, wurden jedoch früher, zwischen 1900 und 1930 geboren und sind

heute weit über 90 Jahre alt oder längst gestorben. Wer gegen Kriegsende oder nach dem Krieg geboren wurde, kann jedoch keine Schuld an den Gräueltaten der Nazis und ihrer Schergen haben. Dennoch gibt es da diese falschen und ungesunden Schuldgefühle. Mir scheint, dass die später Geborenen (etwa ab 1990) davon viel weniger betroffen sind. Vor allem aber ist wirkliche Schuld erstens immer individuell und niemals kollektiv, worauf schon Karl Jaspers nach dem Zeiten Weltkrieg hingewiesen hatte; zweitens ist wirkliche Schuld von konkreten Taten oder Unterlassungen abhängig und drittens ist sie nicht dasselbe wie ein Schuldgefühl. Schuldgefühle können unbegründet und pathologisch sein.

Sie können einem von Anderen eingeimpft worden sein, ohne, dass jemand wirklich Schuld auf sich geladen hat.

 

Aber wenn Liberale und Liberalkonservative, Sozial- und Christdemokraten jedoch weiterhin keinen selbstbewussten Patriotismus entwickeln, der unseren faktischen Leistungen, Fähigkeiten und Zuständigkeiten angemessen ist, dann kann wieder ein übersteigerter Nationalismus entstehen wie bei der AfD und anderen Rechtspopulisten und Rechts-radikalen. Dann sind sie jedoch für diesen rechten Rand selbst mitverantwortlich. Denn die AfD ist vor allem dadurch entstanden, dass die CDU unter der Führung Merkels und die Sozialdemokraten nach der Kanzlerschaft von Gerhard Schröder zu viel Verantwortung nach Brüssel (EU) abgegeben haben und sich nicht mehr primär um das Gemeinwohl Deutschlands und um die berechtigten Interessen der Deutschen gekümmert haben. Mit ihrem Hang zur neoliberalen Identitäts- und paternalistischen Gleichstellungspolitik anstelle von genereller Chancengleichheit, fairem Wettbewerb und sportlicher Meritokratie, Damit haben sie selbst die Leidtragenden und Unzufriedenen in die Arme der protestie-renden AfD getrieben. Und nun empören sie sich über diese Partei und begreifen nicht, das sie sie selbst ermöglicht haben.

 

Welche Deutschen?

 

Mit den Deutschen meint William Toel zwar alle, die sich als Deutsche fühlen. Aber nicht alle, die sich als Deutsche fühlen, besitzen dann auch schon automatisch "die sieben Stärken der Deutschen", die die deutsche Kultur einmal vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg und damit auch vor dem Reeducation Program der Alliierten ausgemacht hat. So wie niemand ein Mann oder eine Frau ist, weil er oder sie sich als Mann oder Frau fühlt, so ist auch niemand ein Deutscher oder eine Deutsche und besitzt automatisch "die deutschen Stärken oder Tugenden" nur, weil er sich als Deutscher

oder weil sie sich als Deutsche fühlt.

 

Dieser emotivistische Fehlschluss wird heute jedoch ständig in der postmodernen Popkultur und in den Mainstream-Medien verbreitet: Ich fühle mich so gescheit, also bin ich es auch. Ich fühle mich so genial, also bin ich es auch. Ich fühle mich so gesund, also bin ich es auch. Ich fühle mich so jung, also bin ich es auch. Ich fühle mich als Superstar, also bin ich auch einer. Ich fühle mich als Frau, also bin ich auch eine Frau. Ich fühle mich als Mann, also bin ich auch ein Mann. Ich fühle mich weder als Frau noch als Mann, also bin ich auch weder Mann noch Frau, sondern gehöre einem dritten Geschlecht an. etc. pp. Dieser emotivistische Fehlschluss entspringt einer kopflosen Selbstverliebtheit, die den gesunden Menschenverstand vernebelt und eine gesunde Selbstdistanz verhindert. In Irland musste vor Kurzem ein Lehrer ins Gefängnis, weil er einen Jungen auf dem Transgendertrip nicht mit einem Mädchennamen ansprechen wollte, den er sich selbst gegeben hatte. Gesun-der Menschenverstand wird jetzt anscheinend schon strafbar. Demnächst wird es vermutlich auch strafbar, wenn man nicht glaubt, dass zwei und zwei fünf ergibt. George Orwell lässt grüßen!

 

Hier liegt m.E. jedoch ein Problem von Toels gut gemeinter amerikanischer Mission der Stärkung des Selbstbewußtseins der Deutschen und der Befreiung von überkommenen Scham- und Schuldgefühlen. Wer sind hier die Deutschen, die zum Deutschsein ermutigt und erweckt werden sollen? Sind es etwa alle deutschen Staatsbürger oder nur eingesessene Deutsche aus lange ansässigen Familien? Sind es nur "indigene Deutsche" oder auch neuere Deutsche mit Migrations-hintergrund, die ursprünglich aus Süd- oder Osteuropa oder aus dem Mittleren oder Nahen Osten oder aus ganz anderen Ländern stammen?

 

Sind damit auch alle deutschen Juden und Muslime gemeint? Sind damit auch Afro-Deutsche, Asia-Deutsche, Deutsch-türken, Sinti-Deutsche und Roma-Deutsche gemeint? Solange ziemlich viele Deutsche ihr Deutschsein nur exklusiv als genetisches Erbe und nicht inklusiv als politische Staatsbürgerschaft verstehen und solange sie immer noch nicht verstehen, dass es deutsche Juden und Muslime, Deutschtürken, deutsche Sinti und Roma sowie Afro-Deutsche und Asia-Deutsche gibt, könnte William Toels gut gemeinte Mission Wasser auf die Mühlen der AfD sein sowie von Rechts-populisten und Rechtsradikalen missverstanden und ausgenutzt werden.

 

William Toel, der amerikanische Patriot und leidenschaftliche Liebhaber der Deutschen

 

William Toel, der amerikanische Patriot und leidenschaftliche Liebhaber der Deutschen wendet sich zwar weder explizit an die AfD noch andere Rechtspopulisten und Rechtsextreme, sondern vorwiegend an ganz friedliche, tolerante und wohlwollende Deutsche. Aber er zieht auch einige schräge Vögel wie verstiegene Esoteriker und sog. Querdenker an, die auch auf Telegram unterwegs sind. Auch ermutigt er seine Zuhörer zwar auch ihm immer wieder Fragen zu stellen.

Aber wie viele Amerikaner ist er auch ein eingefleischter Zweckoptimist mit einem missionarischen Drang, einem anderen Land zu helfen.

 

Wenn es ihm nur um das ökonomisch-politische "Deutsche Modell" gehen würde, dann hätte er in den USA genug zu tun, um dort wie Bernie Sanders oder Michael Moore für eine soziale Marktwirtschaft nach deutschen Standards zu kämpfen. Aber statt Bernie Sanders hat er Donald Trump unterstützt. Donald Trump ist bekanntlich kein überzeugter Demokrat, sondern jemand, der eine demokratische Wahl, die er 2020 eindeutig verloren hat, bis heute nicht akzeptiert. Donald Trump hat auch keinen Respekt vor rechtsstaatlichen Institutionen, sondern benutzt sie nur für seine Zwecke und die seiner Republikanischen Partei. Am 6. Januar 2021 hat er einen wilden Mob von Anhängern zum gewalttätigen Sturm aufs Kapitol in Washington aufgefordert, obwohl einige darunter waren, die seinen eigenen Parteifreund und Vizepräsidenten Mike Pence und die Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi lynchen wollten. Donald Trump hat sich im Übrigen auch niemals für eine soziale Marktwirtschaft ausgesprochen und eingesetzt. Vielmehr gehört er

zu den marktradikalen Republikanern, die nicht nur einen minimalen "Nachtwächterstaat" befürworten, sondern auch eine autoritäre Oligarchie der Superreichen und den unregulierten Zugang zu Maschinengewehren und ähnlichen Kriegswaffen.

 

In einigen Vorträgen wirft William Toel der Bundesregierung und dem politischen Führernl (leaders) immer wieder vor, dass sie sich nicht wirklich zuerst um die Interessen der Deutschen kümmerten, sondern eine oft von außen (vor allem von den USA) bestimmte Agenda verfolgten. Das scheint mir nicht ganz verkehrt zu sein. Aber dann sagt er (im April/ Mai 2022) voraus, dass der "perfekte Sturm", der sich gerade aus den Krisen der steigenden Inflation, des eklatanten Energiemangels, der unkontrollierten Einwanderung und der manifesten Umweltprobleme zusammenbraut, uns Deutschen schon in neun Monaten (also etwa im Februar 2023) eine neue Regierung bringen wird. Obwohl er vermut-lich (schon alleine in seinem eigenen Interesse) vorsichtig und klug genug ist, weder gewaltsame Aufstände noch einen politischen Umsturz zu empfehlen, hofft er, dass wir dann von "besseren Führern" (better leaders) regiert würden, die

wir jedoch noch gar nicht kennen würden. Diese Regierung würde dann jedoch keine demokratische Regierung sein! 

 

Seine Fans und Zuhörer werden angesichts solcher Orakel seltsamerweise weder hellhörig noch fragen sie nach, wie

er das denn meint. Hier entlarvt sich der republikanische Trumpwähler und -anhänger als undemokratischer und

nationalistischer Rechtspopulist mit einem "Germany first, Germans first"-Gerede a la Trump und Bannon, Johnson und Farage, Le Pen und Meloni. Dass William Toel kein überzeugter Demokrat ist, sollte sie eigentlich beunruhigen, obwohl es auch einige wenige aufrichtige und tapfere Trumpgegner unter den US-amerikanischen Republikanern gibt.

 

In Indien und Brasilien, Russland und China gibt es eine wachsende Demokratiebewegung, weil viele Menschen unter den zunehmend autoritären und nationalistischen Regiierungen leiden und sie loswerden wollen. Die Fans von William Toel lassen sich jedoch von seinen populären Liebesbekundungen, seinen Schmeicheleien über das typisch Deutsche und seinen nebulösen Prophezeiungen einlullen und aufgrund ihrer Politikverdrossenheit zu antidemokratischen Fantastereien verführen. Auch wenn es keine Extremisten unter seinen Fans und Zuhörern gibt, scheint es unter ihnen viele esoterisch angehauchte Romantiker und exzentrische "Querdenker" ohne demokratisch-politischen Sachverstand zu geben. Die Verteidigung demokratischer Bürger- und Menschenrechte bleibt dabei auf der Strecke.

 

"Liebe allein ist nicht genug" (Bruno Bettelheim)

 

William Toels Patriotismus mag echt sein, aber das macht seine politischen Überzeugungen nicht unanfechtbar. Seine leidenschaftliche Liebe zu Deutschland und den Deutschen mag auch echt sein, aber das heißt noch lange nicht, dass

er auch schon besser weiß, was für das heutige Deutschland mitten in Europa und als Mitglied der Europäischen Union wirklich gut ist. Wenn er seinen Zuhörern mit geschickten Fragen suggeriert, dass die meisten Deutschen doch gar keinen Krieg gegen Russland und "die Russen" führen wollen, mag er recht haben. Aber daraus folgt nicht, dass wir

die Ukraine nicht gegen den brutalen und illegitimen Überfall des Putin-Regimes unterstützen sollten.

 

Wenn William Toel suggeriert, dass die Mitgliedschaft in der EU und die EU uns Deutsche unserer Souveränität berauben würden, appelliert er auf eine ähnliche Weise an nationalistische Gefühle wie die AfD. Auch die Erinnerung an die grau-samen Rheinwiesenlager und die geheimen Reeducation-Pläne der Alliierten von Bletchley Park könnten zu revanchis-tischen Ressentiments und zu einem neuen Chauvinismus führen. Den Deutschen ist kaum damit geholfen, wenn sie ein immer noch von falschen Schuldgefühlen getragenes Verständnis als "Tätervolk" durch eine  Opferidentität ersetzen. Ähnliche Motive treiben auch Rechtspopulisten und Rechtsradikale in Frankreich und Italien sowie anderen Ländern an. Zwar rät er immer wieder von Aufständen und von Gewalt ab. Aber vielleicht sollten die "sieben Ungerechtigkeiten", zwar erinnert, aber ganz einfach verstanden und vergeben werden? Diese Art des Umgangs mit alten schlimmen Geschichten aus der Vergangenheit ist nicht selten die beste.

 

Was das Geheimtreffen und die Reeducation-Pläne der Alliierten von Bletchley Park angeht, sind seine Schilderungen zwar sehr konkret, aber historisch kaum nachweisbar. Damit kommt er einer Verschwörungserzählung gefährlich nahe. Vor allem aber kann er, der 1945 geboren wurde als Baby 1946 kaum ein Augenzeuge gewesen sein. Trotzdem lässt er sich manchmal dazu hinreißen, zu behaupten, dabei gewesen zu sein. Das kann ebenso wenig historisch wahr sein,

wie seine etwas seltsamen esoterischen Behauptungen, auch schon im 19. Jahrhundert gelegentlich in historischen

Momenten in Deutschland dabei gewesen zu sein. Wie er das meint, erklärt er nicht und seine Fans stellen dazu selt-samerweise keine kritischen Fragen. Das wirft kein allzu gutes Licht auf die ebenfalls nicht mehr überprüfbaren Be-hauptungen, den Mauerfall und den Zusammenbruch der UdSSR vorhergesagt zu haben. Da mystifiziert er sich selbst und stilisiert sich als Propheten mit seherischen Fähigkeiten und verschafft sich damit die Aura einer Person mit einem übernatürlichem Geheimwissen.

 

Außerdem blendet William Toel völlig aus, wie viele Nazis und angepasste Mitläufer es nach Kriegende immer noch in Deutschland gegeben hatte. Die Alliierten haben nicht etwa nur deswegen gegen Deutschland Krieg geführt, weil sie auf deren herausragenden Erfolge, Talente und Leistungen auf fast allen Gebieten des kulturellen Lebens vor den beiden Weltkriegen neidisch waren und nicht mithalten konnten, wie er öfters suggeriert, sondern weil sie Adolf Hitler und seiner nationalsozialistischen Propaganda auf den Leim gegangen waren, weil die Deutsche Wehrmacht 1938

unter der Naziherrschaft zuerst Polen und dann die Ukraine und Russland überfallen hatte, weil sie aufgrund seiner größenwahnsinnigen Ideologie der imperialen Weltherrschaft verfallen waren und sich dann auch ihre westlichen Nachbarn zu erobern und zu unterwerfen versuchten. Der kleine Soldat und gescheiterte Künstler Adolf Hitler verstieg sich in seinem Größenwahn dazu, die deutsche Weltherrschaft erobern zu wollen. Die führenden Generäle der Deut-schen Wehrmacht blieben ihm wegen ihres Eides auf den "Führer" viel zu lange treu, obwohl die wahnhafte Verstiegen-heit seiner strategisch haltlosen Pläne nach und nach offensichtlich geworden war. Den Amerikanern und Briten ist es  daher zu verdanken, dass sie in den Zweiten Weltkrieg eingetreten sind, und die Deutschen von der terroristischen Naziherrschaft befreit haben.

 

Das angelsächsische Reeducation-Program war als ein eizigartiger Versuch, die Deutschen endlich zur Demokratie umzuerziehen, anfangs bitter nötig und das wohl bis zum Ende der 60er Jahre hinein, weil es immer noch die zutiefst anti-demokratische Einstellungen und anti-westliche Ressentiments gab bis in höchste Regierungskreise hinein. Außerdem gab es nicht nur die Anhänger der politischen Ideologie der "konservativen Revolution", sondern auch Deutsche, die ihren anerzogenen autoritären Hang zu totalitären Regimen der staatlichen Weltverbesserung und Zwangsbeglückung in (national)sozialistischen und kommunistischen Gruppen auslebten.

 

Linke Fanatiker wie der von linken Studierenden idealisierte Rudi Dutschke und der gesamten SDS ersetzten 1968 den Führerkult ihrer Eltern doch nur durch den Kult um Marx und Engels, Ho Tchi Mihn oder Enver Hodscha. Das ganze

anti-demokratische Drama währte mindestens bis zum blutigen Ende der 70er Jahre und mündete in die Sympathien mit den Linksterroristen von der RAF und dann mit dem ebenso fragwürdigen Schwenk zu den fernöstlichen Gurus, denen viele junge Deutsche verfielen, als sie erkannten, dass der "Linksfaschismus" (Habermas) dem Rechtsfaschismus ihrer Eltern und Großeltern psychologisch und soziologisch strukturell ähnlich war. Denn in beiden Fällen handelte es sich um totalitäre Mentalitäten und anti-demokratische Tendenzen (Hannah Arendt) .

 

Nur wenige kritische Intellektuelle waren aufgrund einer demokratischen, liberalen und dann meist auch jüdisch-christlichen Einstellung dazu fähig, eine gesunde Äquidistanz zu den linken und rechten Ideologen, ihren totalitären Bewegungen und extremistischen Parteien zu wahren. Die meisten Akademiker und Intellektuellen identifizierten sich mit den Linken und hielten sie unkritisch immer für "die Guten" und das ist bis heute ein Problem. Denn dieser starke ökonomisch-politische Linksdrall erzeugt immer wieder antidemokratische Reaktionen und Ressentiments am rechten Rand. Insofern haben auch wir Deutsche es -- wie alle anderen Europäer auch -- es immer noch nötig, in schweren Krisen den Kurs zu halten, und weiter demokratisch zu fühlen, zu denken und zu handeln.

 

Wenn sich William Toel schließlich auch gegen die alte monopolare Weltordnung der US-amerikanischen Hegemonie der letzten 75 Jahre und für eine neue multipolare Weltordnung ausspricht, dann könnten sich die Machthaber in Mos-kau und Beijing freuen. Denn wenn er nur die quantitative Überlegenheit der USA beklagt, lässt er völlig außer Acht,

dass diese drei Mächte qualitätiv nicht gleichwertig sind. Denn die USA stehen zumindest ihren besten Intentionen, Traditionen und Institutionen nach immer noch für Demokratien und Rechtsstaaten mit Bürger- und Menschenrechten, während die Machthaber in Moskau und Beijing für Autokratien oder Diktaturen ohne Rechtstaat stehen. Daher sind die

plutokratischen USA auch immer noch ein beliebtes Einwanderungsland, China und Russland jedoch nicht.

 

Für uns Deutsche sollte klar sein, dass wir den USA immer noch politisch näher stehen als China und Russland und dass unsere Mitgliedschaft in der EU und in der NATO trotz aller vorhandenen Mängel und berechtigten Unzufriedenheiten richtig und wichtig ist. Eine bündnispolitische Neutralität ist bis auf Weiteres weder möglich noch wünschenswert. Denn solange es auch noch keinen eigenen atomaren Schutzschirm in und für ganz Europa gibt, ist die atomare und militä-rische Präsenz amerikanischer Truppen und Luftwaffenstützpunkte in Deutschland kein Beleg dafür, dass wir angeblich immer noch kein souveränes, sondern vielmehr ein "von den Amis" besetztes Land wären, wie auch die sog. "Reichs-bürger" und andere Rechtspopulisten und Rechtsradikale meinen. Es ist vielmehr Ausdruck eines gesunden politischen Realismus in einer komplizierten Welt von mindestens drei großen miteinander rivalisierenden, hegemonialen Atom-mächten.

 

Appell an die naturromantischen Gefühle der Deutschen

 

Manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte. Was hat es mit den melacholischen Bildern von friedlichen deutschen Ebenen und Wäldern auf sich, über denen im Morgentau sanft die Nebel schweben? Weit und breit sind da keine Städte und Siedlungen, keine Menschen und kein urbanes Leben zu sehen. Diese Bilder sprechen zwar das alte romantische Lebensgefühl vieler Deutscher an, die sich nach der Einsamkeit in der Natur und in deutschen Wäldern sehnen. Das erinnert an Heideggers Hütte im Schwarzwald. Aber darin drückt sich nicht selten eine heimliche Todessehnsucht aus, wie sie auch schon in Schopenhauers Philosophie und in Wagners Opern zum Ausdruck gekommen war. Diese friedliche Waldesruhe hat nämlich etwas von der Stille eines deutschen Waldfriedhofes.

 

Am Ende der Botschaften von William Toel, dem Mann "der aus dem Nebel kam!, heißt es zwar immer: Nur die Liebe zählt! Aber auch das klingt ein wenig zu schön um wahr zu sein. Vor allem in der Politik kommt es nicht nur auf ein gutes Herz an, sondern auch auf einen kühlen Kopf, auf geschichtliche Kenntnisse, auf ökonomisch-politischen Sachverstand, auf praktische Erfahrung und auf eine zuverlässige Urteilskraft! Außerdem ist die Liebe zur eigenen Kultur und Nation nicht das höchste der Gefühle und kann bei Verabsolutierung einen großen Schaden anrichten.

 

Wie erzeugt und fördert man einen gesunden Patriotismus ohne überheblichen Nationalismus?

 

Als Christ sollte William Toel wohl wissen, dass er der Bibel zufolge gehalten ist, Gott über alles zu lieben und seinen Nächsten wie sich selbst. Aber damit tun sich auch die meisten konservativen Christen in den USA ziemlich schwer. Sie neigen nämlich dazu, ihre eigene Nation und die Politik wichtiger als Gott zu nehmen. Aber Gott ist weit und unbegrenzt wie der Himmel und reicht weit über die Horizonte hinaus. Außerdem lässt er seine Sonne nicht nur über der eigenen Nation, sondern auch über alle anderen Nationen scheinen. Weder die deutsche Kultur und Nation noch die ameri-kanische Kultur und Nation verdienen es, über alles geliebt zu werden.

 

Das heißt nicht, dass sie gar nicht geliebt werden dürfen, denn es gibt durchaus einen gesunden Patriotismus. Ein gesunder Patriotismus entspringt aber der Demut und ist frei von einem falschen und hochmütigen Nationalismus eingebildeter Überlegenheitsgefühle. Auch ist er frei von der bigotten Verehrung der Macht des Vatikan oder der Machtfülle starker Politiker wie Franco oder Mussolini, Putin oder Trump.

 

Demut bedeutet aber nicht, sich demütigen zu lassen oder sich kleiner zu machen als man ist. Demut bedeutet vielmehr, sich immer und überall, in allen Angelegenheiten und unter allen Umständen der Wirklichkeit zu stellen und sich selbst so anzunehmen, wie man ist. Das gilt auch dann, wenn man aufgrund seiner Talente fähig und bereit ist, Großes und Außerordentliches zu leisten. Unangemessen ist jedoch auch das Patriotismusverbot der Grünen und Linken.

 

Zeitenwende? Wären wir Deutsche überhaupt noch bereit und fähig, unser Land, unsere ökonomisch-politische Ord-nung, unsere bürgerlichen Freiheiten und unsere politische Souveränität wie die Ukrainer gegen einen äußeren Ag-gressor wie Putins Regime und seine durch Propaganda verführte Armee politisch ahnungsloser, nationalistisch indoktrinierter und durch einen erniedrigenden Drill scharf gemachter Soldaten zu verteidigen? Ich fürchte: Nein!

 

Sind wir Deutsche überhaupt noch bereit und fähig, uns gegen die inneren Gegner in unserem eigenen Land zu wehren, die diese legitime Bereitschaft und Fähigkeit mit Hilfe einer anti-patriotischen Einstellung zu untergraben versuchen? Hier liegt der Hund begraben. Es ist der eigene "innere Schweinhund" unserer allzu lieb gewordenen Gewohnheiten,

der uns daran hindert, die Zeitenwende wirklich zu vollziehen. UWD

 








 

Reaktionen auf die Aktivitäten und die Mission von William und Lisa Toel

 

William und Lisa Toel sind weder Verschwörungserzähler noch Holocaustleugner. Sie sind auch keine Hassprediger gegen Ausländer oder Minderheiten. Sie sind vielmehr Liebesprediger, Motivations- und Tachelesredner mit einer

guten Mischung aus deutschem Tiefsinn und amerikanischen Pragmatismus.

 

Aus Liebe zu Deutschland, den Deutschen und ihrer gefährdeten Kultur weigern sie sich ganz einfach, die Deutschen immer noch ständig mit den Nazis und mit dem Holocaust in Verbindung zu bringen. Sie finden, dass wir Deutsche das auch nur allzu oft uns selbst antun und dass das weder richtig noch gesund noch liebevoll ist. Falls sie überhaupt eine Verschwörung angezettelt haben, dann handelt es sich um eine Verschwörung der Liebe, a conspiracy of love.

 

Viele Menschen in Deutschland, die William und Lisa Toel bisher noch nicht persönlich begegnet sind oder zumindest sich einige seiner Vorträge auf YouTube angehört haben, reagieren auf seine bewegenden Vorträge und auf den ge-fühlvollen Tonfall seiner tiefen Stimme oft tief berührt, aber entweder ängstlich und erschrocken oder aber angetan

und begeistert. Denn William Toel hat die Stimme eines lebenssatten Country- und Bluessängers aus den USA. die

unter die Haut geht.

 

Dann folgen jedoch oft schematische Feinbildprojektionen, die wenig über William und Lisa Toel, aber viel über die

Leute selbst aussagen. Mitglieder der Antifa sahen in in William Toel nur einen "rechten Demagogen und Nazi", den

sie in ihrer üblichen stumpfsinnigen Art und Weise mit einem Aufruhr stoppen und notfalls mit physischer Gewalt

daran hindern wollten, seine heilsame Trauer- und Versöhnungsarbeit fortzusetzen.

 

Ein junger Mann in Berlin verschaffte sich mutwillig Zugang zu ihm in seinem Taxi, um ihn ganz aufgeregt davor zu warnen, so positiv von den Deutschen zu denken, weil er in der Schule gelernt habe, wozu sie in der Nazizeit fähig

waren und Millionen von Menschen angetan haben. William Toel fragte gelassen nach, woraufhin nur alte Feindbilder und ein vergiftetes Bild von seinem Großvater ans Licht kamen, den er noch nicht einmal gekannt hatte.

 

Ein Verschwörungstheoretiker und Holocaustleugner hielt anscheinend für einen verkappten Vertreter des globalen Great-Reset-Projektes von Klaus Schwab und seines Davoser Weltwirtschafts-Forums. Dabei lehnt er es doch auf überzeugende Weise mit guten Gründen ab. Seine empathielose "Hermeneutik des Verdachtes" generierte ganz mechanisch das glatte Gegenteil von dem, was William Tole ausstrahlt und im Grunde seines Herzens ist: Ein enga-gierter und passionierter, kenntnisreicher und empathievoller Liebhaber der Deutschen, der Deutschland und

seine zutiefst gefährdete deutsche Kultur eben gerade so gut kennt und versteht, weil er sie aufrichtig liebt.

 

Allein die Liebe (empathy) ermöglicht Erkenntnis. Nur Verliebtheit (infatuation) macht blind. Aber weil wir uns allzu sehr an den Liebeskitsch aus Hollywood und Bollywood gewöhnt haben, können wir oft echte und tiefe Liebe nicht mehr von

der oberflächlichen und kitischigen Verliebtheit deutscher und amerikanischer Schnulzen unterscheiden. Daher lassen wir uns auch von den kitschigen Phrasen mancher Öko-Aktivisten und Sitzenpolitiker täuschen, die die ganze Mensch-heit zu umarmen versuchen und die ganze Welt alleine vorm "Klimawandel" retten wollen, aber ihr eigenes Volk nicht mehr lieben und schützen, sondern sich vor ihm fürchten und es daher gängeln und kontrollieren wollen.

 

UWD