Aktuelles zur Philosophie

 

Wolff’s ‘German Ethics’

 

Call for Papers

 

Wolff’s “German Ethics” – New Approaches and Perspectives

 

4.-6. November 2020, IZEA, Halle (Saale)

 

The 300th anniversary of the publication of Christian Wolff’s Vernünfftige Gedancken von der Menschen Thun und Lassen (‘Deutsche Ethik,’ 1720) is an excellent occasion to take a fresh look at the text. This is especially true given Wolff’s practical philosophy is still somewhat neglected by scholars of many varieties, at least compared to his theoretical philosophy.

 

This conference aims at remedying this deficiency by exploring systematically pertinent issues in Wolff’s ‘German Ethics,’ such as the question of how perfection relates to happiness, the role of pleasure in (moral) motivation, and Wolff’s conception of normativity and ‘natural obligation.’ In this context, questions concerning the relation of Wolff’s ethics to that of his predecessors and contemporaries, such as Leibniz, are also of interest. Wolff owes his conception of perfection, for example, to Leibniz.

 

The conference has the further goal of providing historically and systematically robust interpretations of Wolff’s practical philosophy in order to (1) better understand the contours of his philosophy in relation to the larger 18th-century philosophical landscape; and (2) shed light on issues in contemporary practical philosophy, e.g. the normativity of practical reasons and the difference between motivating and justifying reasons.

 

Confirmed Speakers:

 

Stefano Bacin (Milan) • Corey Dyck (Western) • Ursula Goldenbaum (Emory) • Paul Guyer (Brown) • Dieter Hüning (Trier) • Timothy Rosenkoetter (Dartmouth) • Paola Rumore (Turin) • Clemens Schwaiger (Don Bosco)

 

Organized by:

 

Sonja Schierbaum • John Walsh • Michael Walschots

 

https://praktischegruendevorkant.wordpress.com/

 



 

Nagel, Thomas: What is it like to be a Bat? /

Wie ist es, eine Fledermaus zu sein?

 

Reclam Verlag: Reihe: Was bedeutet das alles?


Englisch/Deutsch, Übers. und Hrsg.: Diehl, Ulrich, 72 Seiten


EUR (D) 5,00  ISBN 978-3-15-019324-2  UB 19324

 

Radikal, provokativ und erhellend zugleich: Nagels berühmter Essay von 1974 ist einer der am häufigsten zitierten philosophischen Aufsätze des 20. Jahrhunderts.

Kann ein Mensch wirklich verstehen, wie es ist, eine Fledermaus zu sein? Natürlich nicht. Er kann sich nur vorstellen,

wie es sich anfühlen könnte. Doch die spezifischen Empfindungen und Erlebnisse von Fledermäusen haben einen so anderen Charakter, dass der uns grundsätzlich verborgen bleibt. Letztendlich zeigt Nagel damit dem Menschen in seiner Fähigkeit zu erkennen und mitzuempfinden seine Grenzen auf.

Ulrich Diehl erklärt in einem Nachwort die besondere Bedeutung und spannende Wirkungsgeschichte des Textes.

 

http://www.reclam.de/detail/978-3-15-019324-2/Nagel__Thomas/What_is_it_like_to_be_a_Bat____Wie_ist_es__eine_Fledermaus_zu_sein_

 


 

Der kurze Klappentext des Verlages geht leider am Anliegen des Autors und an der Kernthese seines berühmten Essays vorbei. Denn es geht Nagel nicht etwa um die beschränkte Reichweite der Empathiefähigkeit des Menschen, sondern um die ontologische Irreduzibilität der qualitativen Aspekte der äußeren Wahrnehmung und des inneren Selbsterlebens von Fledermäusen.

 

Dieses ebenso fremdartige wie spektakuläre Beispiel dient nur der Widerlegung eines reduktionistischen Materialismus bzw. Physikalismus in der philosophischen Humanpsychologie. Der sinnliche Gehalt menschlicher Empfindungen, Gefühle und Wahrnehmungen lässt sich nicht auf neuronale Prozesse im Gehirn und Nervensystem reduzieren, sondern stellt eine Wirklichkeit eigener Art dar, die zwar von solchen Prozessen in Gehirn und Nervensystem abhängig ist, aber nicht mit ihnen identisch sein kann. 

 


 

 

Ulrich Diehl, Grenzsituationen als existenzielle Herausforderung

 

e-Journal für Philosophie der Psychologie, Nr. 21, Oktober 2015

 

http://www.jp.philo.at/texte/DiehlU1.pdf

 

 


 

 

Ulrich Diehl, Das Projekt Weltethos im Fadenkreuz der Aufklärung

 

München: GRIN Verlag 2016

 

http://www.grin.com/de/e-book/313110/das-projekt-weltethos-im-fadenkreuz-der-aufklaerung

 

 


 

 

Ulrich Diehl, Was ist Verzweiflung?

 

e-Journal Philosophie der Psychologie; Nr. 23, 1. Halbjahr 2017

 

http://www.jp.philo.at/texte/DiehlU2.pdf

 

 


 

Felix Hausdorff und das Wesen der Räume

 

"Wir bemerken nur beiläufig und mit Ekel, dass in unserem unreinlichen neunzehnten Jahrhundert keine Partei, und sei es

an sich die vernünftigste, ohne Flankendeckung durch die Legionen des Obskurantismus sich ins Feld wagt. Impfgegner, Alkoholgegner, Tierschützer, Naturärzte, Friedensfreunde, Keuschheitsapostel und sonstige Weltverbesserer: lauter Menschen, mit denen sich über ihre Sache reden ließe, – mit denen sich aber nicht reden lässt, weil sie mit vier Brettern das Universum einzäunen und weil sie bei dem geringsten Misserfolg ihrer Propaganda zum Dynamit greifen."

 

Felix Hausdorff war ein Multitalent. Um 1900 verfasste er Gedichte, schrieb philosophische Essays und schuf Werkzeuge, mit denen sich die Mathematik neu erfinden sollte. Aus seinen Arbeiten entstand ein ebenso faszinierendes wie funda-mentales Teilgebiet der Mathematik: die Topologie, die Lehre von räumlichen Beziehungen. Hausdorff hatte als Jude mit Diskriminierung zu kämpfen - und nahm sich schließlich das Leben, um dem Holocaust zu entgehen.


Die Folgen 1 bis 3 der Reihe "Geniale Mathematiker" liefen Anfang 2019 und sind im SWR2 Wissen-Podcast abrufbar.

 

https://www.swr.de/swr2/wissen/geniale-mathematiker-4-6-swr2-wissen-2020-03-17-100.html