Transgender-Ideologie

 

 

 

 

 

 

 

 

Der zu einer Freiheitsstrafe verurteilte Whistleblower Bradley Manning gibt sich 2018 als Chelsea Manning aus und wurde dafür von Präsident Obama mit einer Begnadigung belohnt. Man muss nur sich selbst durch den Mythos vom armen Homunculus, der leider im falschen Körper geboren ist, mystifizieren und schon steht man über dem Gesetz und wird von fortschrittsgläubigen Politikern als Homo sacer geadelt und privilegiert behandelt. Ein guter Trick, den die meisten Amerikaner in den Gefängnissen der USA noch nicht drauf haben und daher ihre Strafe absitzen müssen. "Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher." George Orwell, Farm der Tiere

 

 

 

Those who can make you believe absurdities can make you commit atrocities.

 

Voltaire

 

 

Transgenderstreit

 

In England tobt seit einiger Zeit eine erbitterter Streit zwischen Feministinnen und sog. Transgenderfrauen, d.h. (ehe-maligen) Männern, die für sich in Anspruch nehmen eine Frau zu sein, als Frauen anerkannt zu werden und wie Frauen behandelt werden wollen. Sie fordern das Recht, in Frauenverbände, zum Frauensport, in Frauenhäusern, etc. aufge-nommen zu werden.

 

Viele Feministinnen wehren sich jedoch dagegen und wollen sie nicht als Frauen anerkennen. Sie beharren darauf, dass Transgenderfrauen eigentlich Männer sind, die sich nur selbst durch hormonelle oder operative Maßnahmen zu Frauen zu machen versuchen. Es herrscht eine große Verwirrung und viel Hass auf beiden Seiten.

 

In Deutschland sind wir noch nicht so weit. Hier predigen die Einen "Einheit und Vielfalt", "Weltoffenheit und Toleranz" unter der Flagge des Regenbogens, fühlen sich gut, halten sich für die Guten und meinen etwas naiv, dass mit solchen schönen Parolen und Bekenntnissen schon alles gesagt wäre und sich dadurch alle Probleme von selbst lösen würden.

 

Die Anderen wollen mit den Problemen einer Minderheit von 0,6 Prozent lieber gar nichts zu tun haben. Ihnen wäre es lieber, wenn man das Thema nicht an die große Glocke hängen würde und alles beim Alten bliebe.Manchmal kochen auch hier die Emotionen hoch und führen zu einem Hass auf alle, die etwas aus der Reihe tanzen.

 

In der Tat führt die Politisierung der Anliegen der Transgenderleute in der medialen Öffentlichkeit häufig nur zu einer Emotionalisierung, Instrumentalisierung und Polarisierung, die den Betroffenen nicht dient. Das Problem gehört in die Hände von Fachleuten aus der Psychologie und Psychiatrie, Jurisprudenz und Verfassungshermeneutik, Philosophie und Theologie, die damit sachlicher und differenzierter umgehen können als die meisten Leute. 

 



 

 

KULTURKAMPF UMS GESCHLECHT

 

Die Transgender-Ideologie ist totalitär und frauenfeindlich

 

Gastbeitrag von Uwe Steinhoff in CICERO ONLINE am 30. Mai 2021

 

Das Gerede vom „dritten Geschlecht“ oder der Wechsel des Geschlechts auf Grundlage einer entsprechenden Behauptung gehen an der Realität vorbei. Wir erleben intellektuelle Verwirrungen und den Vormarsch einer antiliberalen Ideologie.

 

Dieser Tage verkünden mehr oder weniger qualifizierte Wissenschaftsjournalisten selbst in angesehenen Tages-zeitungen und Fernsehsendern gerne, dass es mehr als zwei Geschlechter oder gar ein „Kontinuum“ von Geschlechtern gäbe. So geschehen zum Beispiel im Tagespiegel und in einer Episode der populären Wissenschaftssendung „Quarks“, die sich auf der Webseite der ARD noch immer als Video abrufen lässt. Sogar die Bundesärztekammer hat sich zu derartigen Verlautbarungen hinreißen lassen, etwa in ihrer Stellungnahme zu einem Referentenentwurf zu einem Gesetz zum Schutze von Kindern vor „geschlechtsverändernden“ operativen Eingriffen.

 

Indes ist es ein Gebot der Wissenschaft, hinreichend klar definierte Begriffe zu benutzen, um sicherzustellen, dass man nicht aneinander vorbeiredet. Denn diese Beiträge klären zunächst einmal keineswegs, was ein Geschlecht eigentlich ist. Sondern zählen derer lieber gleich mehr als zwei.

 

Einschlägige Lehrbücher und Fachaufsätze der Genetik und Entwicklungsbiologie sind auskunftsfreudiger und fundier-ter: Sie beziehen den Begriff des Geschlechts wenig überraschend auf den Fortpflanzungsapparat und treffen die Unterscheidung zwischen „männlich“ und „weiblich“ als Entsprechung zum Unterschied zwischen zwei Arten von Keimzellen. Die Körper der Mitglieder des männlichen Geschlechts sind auf die Produktion kleiner Keimzellen (Sperma) ausgerichtet, die Körper der Mitglieder des weiblichen Geschlechts auf die Produktion großer Keimzellen (Eizellen).

 

Es gibt kein „Spektrum“ von Geschlechtern

 

Da es keine mittleren Keimzellen gibt, weder unter Menschen noch im Tierreich (sogenannte Paarungstypen bei isogametischen, das heißt gleichkeimzelligen Arten sind irrelevant, da sie keine Geschlechter darstellen), gibt es auch kein drittes Geschlecht, geschweige denn ein modisches „Spektrum“ von Geschlechtern. Zweigeschlechtliche Wesen, sogenannte echte Zwitter (deren Vorkommen unter Menschen zweifelhaft ist), sind kein drittes Geschlecht, sondern haben die beiden allein existierenden Geschlechter gleichzeitig. Und Organismen, die wie der Clownfisch ihr Geschlecht ändern können, haben dafür kein buntes Spektrum von Optionen zur Auswahl, sondern genau zwei. Die Rede von der „Ausrichtung“ trägt dem Umstand Rechnung, dass aus verschiedenen Gründen (Präpubertät, Menopause, Entwick-lungs- oder Funktionsstörungen) nicht jedes Individuum eines Geschlechts auch tatsächlich die entsprechenden Keimzellen produzieren wird – die bloße Ausrichtung auf deren Produktion genügt.

 

Der am MIT unterrichtende amerikanische Philosoph Alex Byrne schlägt daher auch eine Formulierung vor, der zufolge weibliche Wesen solche sind, deren Körper Entwicklungsschritte zur Produktion großer Keimzellen vorgenommen haben (bei männlichen Wesen kleiner). Gehirnstrukturen, Verhaltensweisen, sexuelle Orientierung, Aussehen, Hormone und selbst Chromosomensätze (die Gleichung „Wesen mit XX-Chromosomen = weibliches Wesen“ ist falsch) liegen hingegen der biologischen Unterscheidung von weiblichen und männlichen Organismen ausdrücklich nicht zugrunde.

 

Varianzen sprechen nicht gegen Binarität

 

Daher sprechen die eingebildeten oder tatsächlichen Varianzen oder Spektrumhaftigkeiten jener nicht gegen den binären Charakter dieser. Verschiedene Chromosomensätze und hormonale Einflüsse etwa sind lediglich ein Mechanis-mus, welcher in Organismen die Entwicklung in Richtung der Produktion von kleinen oder großen Keimzellen verursacht – aber es ist diese gerichtete Entwicklung selbst, welche das Geschlecht definiert, nicht der sie verursachende Mechanis-mus (der zwischen verschiedenen Arten erheblich differieren kann und innerartlich nicht in jedem individuellen Fall denselben Effekt zeitigt).

 

Dies bedeutet auch, dass Individuen mit biologischen Störungen der sexuellen Entwicklung (sogenannte Intersexualität) in keiner Weise den geschlechtlichen Dualismus in Frage stellen. Sie lassen sich meist eindeutig dem einen oder dem anderen Geschlecht zuordnen und immer eindeutig keinem dritten, da es keinen dritten Keimzellentyp gibt.

 

Der Duden definiert dem allgemeinen Sprachgebrauch folgend Frauen als erwachsene weibliche Personen. „Weiblich“ meint das Geschlecht. Folglich sind Frauen erwachsene Personen, deren Körper Entwicklungsschritte zur Produktion großer Keimzellen aufweisen. Bei Männern sind es kleine Keimzellen. Eine solche Definition definiert Männer und Frauen in der Tat durch ihre biologische Ausstattung, aber es reduziert sie nicht auf sie. Nichts an der Definition schließt aus, dass konkrete Männer und Frauen auch Häuser, Elektrotechnik und Genderideologie produzieren.

 

Was eine solche Definition freilich ausschließt, ist die Wahrheit des von Transgenderideologen mantrahaft wiederholten und sie kennzeichnenden Credos „Transfrauen sind Frauen“. (Der Begriff „Transfrau“ ist deshalb anders als „Geschäfts-frau“ irreführend.) Mit anderen Worten: Sie schließt aus, dass erwachsene männliche Personen, die sich „wie Frauen fühlen“, „als Frauen identifizieren“, glauben, „im falschen Körper geboren“ zu sein oder einfach gern Frauen wären, auch tatsächlich Frauen sind. Sie sind keine. Sie sind Männer.

 

Transgenderideologen betrachten eine solche Aussage als „transphobisch“. Eine Phobie ist eine psychische Störung. Tatsächlich aber wird in der gegenwärtig gültigen deutschen Fassung der ICD (International Classification of Diseases) zwar Transsexualismus, das heißt, „der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden“, unter psychischen und Verhaltensstörungen aufgeführt, nicht aber die Anerkennung der biologischen Realität. Es ist vielmehr deren Verleugnung in der Transgenderideologie, welche auffällige Züge trägt.

 

Die Doktrin duldet keinen Widerspruch

 

Jedoch sind längst nicht alle (vermutlich nicht einmal die meisten) Transsexuellen auch Transgenderideologen. Viele von ihnen, selbst einige jener, die sich in der Tat als „Transfrauen“ bezeichnen, vermerken ausdrücklich – stellvertretend etwa Debbie Hayton in The Times –, dass sie keine Frauen sind, und lehnen Forderungen wie jene ab, dass „Trans-frauen“ (postoperativ oder nicht) Zugang zu Frauensport, Frauengefängnissen, Frauenhäusern oder speziell für Frauen geschaffene Preise und Stipendien haben sollten. Für diese Zurückweisung der Anmaßungen von Transgender-ideologen werden sie von letzteren im Internet mit wüsten Hasstiraden überzogen und propagandistisch ebenfalls als „transphobisch“ bezeichnet – obwohl sich der geforderte Ausschluss von den besagten Einrichtungen nicht gegen „Transfrauen“ im Besonderen, sondern gegen Männer im Allgemeinen richtet. Der Parteidoktrin darf nicht wider-sprochen werden, offenbar nicht einmal von jenen, deren Interessen sie angeblich vertritt.

 

Und wie jede auf Indoktrination ausgerichtete Ideologie greift auch diese zur sprachlichen Manipulation, wenn die Wirklichkeit sich nicht fügt. So etwa gesteht der sich als „Transfrau“ bezeichnende Transgenderideologe Rachel Ann Williams zwar ein, dass es „lächerlich“ wäre, wollte er sich als jemand mit großen Keimzellen identifizieren. Da er sich jedoch als „Frau“ sieht, hält er dies in einem von ihm veröffentlichten imaginären Gespräch mit einer fiktiven gender-kritischen Feministin für Grund genug, die biologische Definition von „Frau“ aufzugeben und stattdessen eine „inklu-sive“ zu bevorzugen.

 

Wie auch andere Transgenderideologen betrachtet er also den Umstand, dass er sich „als Frau fühle“ oder „identi-fiziere“, als hinreichend dafür, eine zu sein. Die reale genderkritische feministische Philosophin Jane Clare Jones entgegnet darauf, dass Williams Empfinden einer Nichtübereinstimmung seines biologischen Geschlechts mit seinem Selbstbild nur Symptom seiner Genderdysphorie sei (einer im DSM-5 gelisteten psychischen Störung); dass er zweitens keine Ahnung habe, wie es sich anfühle, eine Frau zu sein, da er keine ist; dass, drittens, Frauen sich nicht als Frauen fühlen müssen, um es zu sein; dass, viertens, der Versuch, ein Symptom seiner eigenen männliche Dysphorie zum Definitionsmerkmal von Fraulichkeit zu erheben, abwegig sei; und dass, fünftens, sein Ansinnen, Frauen müssten ihre Selbstdefinition den Bedürfnissen von Männern wie ihm unterordnen, nur seinen maskulinen Narzissmus offenbare. Diese Selbstbezogenheit wird durch den Umstand, dass Williams wie auch andere Transgenderideologen lieber mit eingebildeten genderkritischen Feministinnen als mit realen diskutieren, übrigens nur bestätigt.

 

Mobbing, Rufmord, Cancel Culture

 

Für letztere halten Transgenderideologen lieber Cancel Culture, Mobbing, Rufmord und Internet-Trolling bereit – während sie sich selbst als unterdrückt und entrechtet präsentieren. Kurz gesagt: Jane Clare Jones wirft Rachel Ann Williams vor, „seine Erfahrung von Genderidentität [Frauen] aufzuoktroyieren, um sich mit [Frauen] eins fühlen zu können“. Offensichtlich macht diese Form der Transgenderideologie buchstäblich den eigenen Wahn zur definitori-schen Methode.

 

Sofern möglich, wird das Ausmaß der Selbstbezogenheit noch deutlicher an einem anderen Transgenderideologen, nämlich an dem an der California State University Los Angeles unterrichtenden und sich ebenfalls als „Transfrau“ bezeichnenden Philosophen Talia Mae Bettcher. Er gesteht durchaus ein, dass die meisten Menschen eine „Frau“ als „erwachsenes weibliches menschliches Wesen“ definieren würden, ja sagt sogar, dass dies die „perfekte Definition“ zu sein scheine. Wichtiger aber als die semantische Perfektion dieser „dominanten“ Definition von „Frau“ seien wiederum die Bedürfnisse von Männern wie ihm. Er fordert daher, eine „resistente“ Definition zu verwenden, welche „Transfrauen“ einschließt.

 

Bettcher geht dabei weiter als Williams und erträgt nicht einmal Definitionen, die Frauen im normalsprachlichen Sinne als „paradigmatische“ Frauen zählen, während „Transfrauen“ sozusagen Sonderfälle wären. „Transfrauen“ müssen mindestens ebenso paradigmatisch sein. Dies scheint weniger „resistent“ denn selbstverliebt. Schließlich versteigt er sich sogar zur Behauptung, dass nicht nur jede Frau, die sich als Frau im „dominanten Sinne“ definiert, damit eine „transphobische Weltsicht“ stützt (so weit kommt es offenbar, wenn Frauen unverfrorenerweise ihre Bezeichnung selber wählen). Sondern dass dies für überhaupt jedweden Rückgriff auf einen sie bezeichnenden Begriff gilt, welcher „Transfrauen“ ausschließt.

 

Semantisch aufdringliche Männer

 

Anders gesagt: Dem selbsternannten „Feministen“ Bettcher zufolge haben Frauen es sowohl hinzunehmen, wenn semantisch aufdringliche Männer sich ihre Gruppenbezeichnung aneignen, als auch wenn man sie als eigenständige Gruppe begrifflich gleich ganz auszulöschen sucht. Hier von pathologischem Narzissmus zu sprechen ist unzureichend. Die Weltsicht der Transgenderideologie ist vielmehr frauenverachtend. (Dazu passt, dass „Transmänner“ in dieser Debatte eher unauffällig sind; genderkritische Feministinnen merken süffisant an, dies liege vielleicht daran, dass diese eben Frauen sind, keine Männer.)

 

Natürlich aber ist das in der Transgenderideologie verfolgte Projekt der sogenannten „ameliorativen“ (verbessernden) Umdefinition des Begriffs „Frau“ trotz des ideologischen Eifers erfolglos. Der schon erwähnte Alex Byrne sowie auch der an der kalifornischen Pepperdine Universität lehrende Tomas Bogardus haben in vier philosophischen Fachaufsätzen detailliert argumentiert, dass die bisher vorgeschlagenen angeblich „besseren“ Definitionen zumindest eine der vier folgenden Eigenschaften haben: Sie sind zirkulär (zu sagen, dass eine Frau ist, wer sich als Frau identifiziert, ist ebenso uniformativ wie zu sagen, dass ein Blarg ist, wer sich als Blarg identifiziert). Sie sind außerdem inkohärent und schließen (entgegen dem Ziel der Transgenderideologie) nicht alle „Transfrauen“ ein. Oder tun dies bestenfalls auf eine Weise, die impliziert, dass diese „Transfrauen“ nur über einen Irrtum zum „Frausein“ gelangen (und somit anders als Frauen, die dies ganz ohne Irrtum und jedwede Anstrengung schaffen, sicher nicht „paradigmatisch“ sein können).

 

Natürlich sind diese Analysen auf Widerstand gestoßen, aber die Gegenangriffe legen mehr Wert auf Infragestellung der Motive der angegriffenen Autoren (einer der Chefredakteure der Fachzeitschrift Philosophical Studies ist aus Protest gegen diese Strategie und den Ton einer der Kritiken zurückgetreten) denn auf schlüssige Widerlegung ihrer Argu-mente. Wenn sich hier also etwas als „resistent“ erweist, dann offenbar die Realität – nämlich gegen ihre ideologische Verdrehung.

 

Aggressiver sozialer Druck

 

Die Transgenderideologie ist allerdings nicht nur darauf aus, die Realität zu verdrehen, sondern will andere auch dazu zwingen – mit extrem aggressivem sozialen Druck bis hin zu zivil- und strafrechtlichen Sanktionen –, dieser Verdrehung nicht nur nicht zu widersprechen, sondern sich aktiv an ihr zu beteiligen. Darin offenbart sich ihr totalitärer Charakter. Denn natürlich reicht es Transgenderideologen wie Bettcher nicht, dass er auf sich das Wort „Frau“ (oder „woman“) anwendet. Das steht ihm frei. Nein, transgenderideologische „Transfrauen“ verlangen, dass auch andere sie als Frauen bezeichnen und die entsprechenden Pronomen benutzen.

 

FDP und Grüne haben sich in von „Selbstbestimmung der geschlechtlichen Identität“ sprechenden Gesetzentwürfen bereits zu Erfüllungsgehilfen solch staatlich unterstützter Fremdbestimmung und Einschränkung der Redefreiheit erklärt. Diesen Entwürfen zufolge, welche das in dieser Hinsicht auch schon fragwürdige bisherige Transsexuellengesetz nochmals überbieten, hat der Bürger nach der auf dem Papier erfolgten standesamtlichen „Geschlechtsumwandlung“ biologische Fakten zu ignorieren und von einer „Frau“ zu sprechen. Andernfalls droht nach dem Vorschlag der Grünen (die FDP ist weniger konkret) eine Strafe in Höhe von bis zu 2.500 Euro.

 

Derweil also dem Helden Winston in Orwells Roman 1984 noch Folter für die Nichtanerkennung der von der Partei wider die Mathematik erklärten Summe von zwei und zwei drohte, belassen die Grünen es bei der Nichtanerkennung des an der Biologie vorbei amtlich erklärten Geschlechts immerhin bei einer Geldstrafe.

 

Von Parteien wie der FDP, die sich gern als liberal und bürgerlich bezeichnet, hätte man allerdings mehr erwartet. Unter anderem, dass sie weder Frauenrechte ausverkaufen noch die Bürgerinnen und Bürger dazu zwingen, sich als zur Lüge verpflichtete Projektionsflächen der schönenden Selbstbespiegelung einer Minderheit missbrauchen zu lassen. Selbst dem Spiegel im Märchen war Ehrlichkeit erlaubt. 

 

 

Uwe Steinhoff ist Professor am Department of Politics and Public Administration der Universität Hongkong sowie Senior Research Associate im Oxford University Programme on the Changing Character of War. Zuletzt erschien von ihm das Buch „The Ethics of War and the Force of Law – A Modern Just War Theory“.

 

Kulturkampf ums Geschlecht - Die Transgender-Ideologie ist totalitär und frauenfeindlich | Cicero Online

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bradley Manning in Uniform 2012