Transgender-Ideologie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der zu einer Freiheitsstrafe verurteilte Soldat und Whistleblower Bradley Manning behauptete 2018 eigentlich "eine Frau im falschen Körper" zu sein und hat sich nach seiner Verurteilung und Inhaftierung einer hormonellen und operativen Geschlechtsumwandlung unter-zogen. Danach wechselte er seinen Namen zu "Chelsea Manning". 

 

 

 

Those who can make you believe absurdities can make you commit atrocities.

 

Voltaire

 

 

Transgenderstreit

 

In England tobt seit einiger Zeit eine erbitterter Streit zwischen Feministinnen und sog. Transgenderfrauen, d.h. ("ehe-maligen") Männern, die für sich in Anspruch nehmen eine Frau zu sein, als Frauen anerkannt zu werden und wie Frauen behandelt werden wollen. Sie fordern das Recht, in Frauenverbände, zum Frauensport, in Frauenhäusern, etc. aufge-nommen zu werden.

 

Viele Feministinnen wehren sich jedoch dagegen und wollen sie nicht als Frauen anerkennen. Sie beharren darauf, dass Transgenderfrauen eigentlich Männer sind, die sich nur selbst durch hormonelle oder operative Maßnahmen zu Frauen zu machen versuchen. Es herrscht eine große Verwirrung und viel Hass auf beiden Seiten.

 

In Deutschland sind wir noch nicht so weit. Hier predigen die Einen "Einheit und Vielfalt", "Weltoffenheit und Toleranz" unter der Flagge des Regenbogens, fühlen sich gut, halten sich für die Guten und meinen etwas naiv, dass mit solchen schönen Parolen und Bekenntnissen schon alles gesagt wäre und sich dadurch alle Probleme von selbst lösen würden.

 

Die Anderen wollen mit den Problemen einer Minderheit von 0,6 Prozent lieber gar nichts zu tun haben. Ihnen wäre es lieber, wenn man das Thema nicht an die große Glocke hängen würde und alles beim Alten bliebe. Manchmal kochen auch hier die Emotionen hoch und führen zu einem Hass auf alle, die etwas aus der Reihe tanzen.

 

In der Tat führt die Politisierung der Anliegen der Transgenderleute in der medialen Öffentlichkeit häufig nur zu einer Emotionalisierung, Instrumentalisierung und Polarisierung, die den Betroffenen nicht dient. Das Problem gehört in die Hände von Fachleuten aus der Psychologie und Psychiatrie, Jurisprudenz und Verfassungshermeneutik, Philosophie und Theologie, die damit hoffentlich sachlicher und differenzierter umgehen können als die meisten Leute. 

 

Aber diese Hoffnung scheint sich zu zerschlagen, wenn man zur Kenntnis nimmt, was die deutschen Ärzteverbände, Psychologen und Verfassungsrichter von sich geben. Klarheit hingegen schafft unter einigen wenigen Anderen der Philosoph und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Uwe Steinhoff, der an der Universität Hong Kong lehrt. Seine hervor-ragenden kritischen Beiträge zum Thema sind für alle wissenschaftlich und philosophisch klar denkenden Zeitgenossen ein intellektuelles Vergnügen, die die ideologischen und konstruktivistischen  Begriffsverwirrungen der sog. Experten mit einer seltenen Klarheit ans Licht bringt. https://ppaweb.hku.hk/f/uwe

 


 

When things go crazy! Totalitarianism in the name of diversity and tolerance!

 

Was würden Sie sagen, wenn Ihre 11-jährige Tochter mittags aus der Schule nach Hause kommt und ihnen plötzlich erklärt, dass sie erfahren habe, dass sie eigentlich ein Junge und gar kein Mädchen sei?  

 

Die hippe Transgender-Ideologie zerstört bereits die seelische Gesundheit vieler Kinder und Jugendlicher in den USA. Die psychologische Entwicklung der Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen muss auch in Europa irgendwie vor der raffinierten Verführung durch die irrationale und unwissenschaftliche Transgender-Ideologie und die mittlerweile viel zu einflussreiche LGBTIQ-Bewegung geschützt werden.

 

Auch die Rechte der Eltern sind in Gefahr, wenn Lehrer und Lehrerinnen diese gefährliche Ideologie von LGBTIQ-Aktivisten übernehmen und fälschlich meinen, dass das fortschrittlich und liberal sei. Das ist sie nämlich nicht, sondern vielmehr inhuman und totalitär.

 


 

Transgender-Trend

 

US-Journalistin Abigail Shrier im Figaro: Soziale Netzwerke verstärken den Transgender-Trend

 

Die Wall-Street-Journal-Journalistin Abigail Shrier veröffentlicht eine Untersuchung über die Popularität, die Transkinder und -jugendliche in den USA erfahren. Das Phänomen, das vor allem junge Mädchen betrifft,

hält sie für äußerst bedenklich. In den USA wird zum Boykott ihres Buches aufgerufen.

 

Der Figaro veröffentlicht ein Interview mit der amerikanischen Journalistin Abigail Shrier, die für das Wall Street Journal tätig ist. In dem Gespräch geht die Autorin von „Irreversible Damage“ (auf Deutsch etwa „Unumkehrbarer Schaden“) dem Phänomen der „sozialen Ansteckung“ auf den Grund. Darunter versteht sie eine Form des Einflusses, die insbesondere von der „Peergroup“ ausgeübt wird und die eine Person dazu ermutigt, ein bestimmtes Verhalten nachzuahmen: „Im Fall der Genderdysphorie spielen die ‚Influencer‘ im Internet eine große Rolle bei der Verbreitung des Missbehagens gegenüber dem eigenen Körper“. Aber auch die eigenen Freunde spielten eine entscheidende Rolle bei der Weiterverbreitung und Förderung dieses Gefühls – in Bezug auf „den Hang, sich als Transgender zu identi-fizieren“, aber auch im Hinblick auf die „Aufforderung, sich Hormonbehandlungen oder Operationen zu einer geschlechtlichen Angleichung zu unterwerfen“.

 

Zahl der Kliniken von zwei auf 50 gestiegen

 

Seit 2007 sei die Anzahl der Genderkliniken in Amerika von gerade einmal zwei Einrichtungen auf weit über 50 ange-stiegen, so Shrier. Zwischen 2016 und 2017 habe sich die Zahl der an Frauen vorgenommenen Gender-OPs in den Vereinigten Staaten vervierfacht. Früher waren „nur 0,01 % der amerikanischen Bevölkerung von einer Genderdysphorie betroffen, doch im Jahr 2018 sagten 2 % der amerikanischen Oberschüler, sie seien transgender, und die meisten von ihnen sind offenbar Frauen“.

 

Diese Tendenz wird von den sozialen Netzwerken ebenso beschleunigt, wie es auch bei anderen Fällen geschieht, beispielsweise bei der Magersucht: „Heranwachsende, die wirklich darunter leiden, teilen dieses Leiden mit Freunden und verbreiten es so. Wie ich in meinem Buch erläutere, hat das mit der Art und Weise zu tun, wie sich Mädchen untereinander austauschen – ihre Neigung, das Leid ihrer Freunde zu übernehmen und dermaßen in Einklang mit deren Überzeugungen zu stehen, dass sie sogar die Realität aufheben, um ihnen beizustehen“. Und so bestärkten sich die jungen Mädchen in ihrer Dysphorie gegenseitig.

 

Autorin soll zum Schweigen gebracht werden

 

Seit der Veröffentlichung ihres Buches versuchen einige Aktivisten, die Autorin zum Schweigen zu bringen und damit

die Redefreiheit auszuhebeln. So habe eine Berkeley-Professorin sogar zur „Verbrennung“ des Werks von Shrier aufgerufen. Kein unübliches Verfahren heute: Meinungsfreiheit sei „diffizil, denn eine kleine Anzahl von radikalen Aktivisten nutzt die Netzwerke, um die Dissidenten zu bestrafen und zu beschämen“, sagt Shrier. Sie verfolgten heute jeden, der seine „Skepsis in Bezug auf die Möglichkeit einer medizinischen Umwandlung auf Verlangen“ äußert, „aber das tun sie ja auch bei anderen Fragen“.

 

Das Transgender-Problem führe auch in anderen Bereichen noch zu vielen weiteren „furchtbaren Folgen“, meint Shrier. Beispielsweise in den Frauengefängnissen: „Fortan haben gewalttätige biologische Männer hier Zugang, sofern sie sich als Frauen identifizieren“. Dies sei etwa in Kalifornien, wo die Verfasserin lebt, der Fall. „Es handelt sich dabei um eine schwere Verletzung der fundamentalen Rechte der inhaftierten Frauen“, so Shrier weiter, „und ich hoffe, dass dies Anlass zu einer Verfassungsklage vor unseren Gerichten geben wird. Wenn das erzwungene Zusammenleben weiblicher Strafgefangener in einem abgeschlossenen Bereich mit biologischen Männern, keine ‚brutale und unübliche‘ Bestra-fung ist, dann weiß ich auch nicht, was das ist“. DT/ks

 

https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/feuilleton/us-journalistin-abigail-shrier-im-figaro-soziale-netzwerke-den-verstaerken-transgender-trend;art310,214506

 


 

 

Ideologie bedeutet den Tod der Wissenschaft -

ähnlich wie Populismus den Tod der Demokratie bedeutet.

 

 

"Wir erleben einen regelrechten Hype"

 

Die vorwiegend ideologisch geführte "Transgender"-Debatte kann nicht im Sinne der Betroffenen sein, meint der Münchener Kinder- und Jugendpsychiater Alexander Korte.

 

Herr Korte, Sie sind Kinder- und Jugendpsychiater und behandeln seit 15 Jahren auch Kinder und Jugendliche, die mit ihrem angeborenen Geschlecht hadern. Woran merken junge Menschen überhaupt, dass sie transident sind?

 

Mir scheint hier zunächst eine Begriffsklärung vonnöten: „Transgender“ oder „Transidentität“ sind keine medizinisch-diagnostische Kategorie, bezeichnen keinen krankhaften Zustand, sondern sind Ausdruck sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Ärzte und Psychologen verwenden heute fachlich korrekt den Begriff Körper-Geschlechts-Inkongruenz, und das beschreibt die erlebte Diskrepanz zwischen dem geschlechtsbezogenen Identitätsgefühl einer Person einerseits und deren körperlich-biologischer Geschlechtszugehörigkeit andererseits.

 

Geht dies mit einem klinisch signifikanten Leidensdruck und einer Beeinträchtigung im Alltag/ Lebensvollzug einher, ist die korrekte Bezeichnung Genderdysphorie. Transsexualität schließlich bezeichnet eine überdauernde Geschlechts-dysphorie extremster Ausprägung, bei der die Betroffenen dauerhaft nicht in der Lage sind, sich mit ihrem Geschlechts-körper auszusöhnen; ausschließlich in diesem Fall besteht auch die Indikation zur Durchführung hormoneller und gegebenenfalls auch operativer Behandlungen!

 

Und wann wissen Sie, ob ein Mensch im falschen Körper geboren wurde?

 

Ich kann dies niemals sicher „wissen“; das ist eine Beurteilung, die mir auch gar nicht zusteht. Meine Aufgabe besteht vielmehr darin, die Betroffenen darin zu unterstützen, dieses für sich herauszufinden – sofern sie es für sich nicht ohnehin schon herausgefunden und darin eine ausreichende Sicherheit erlangt haben – und sie ausgangsoffen, also ohne einseitige und frühzeitige Festlegung, auf dem Weg der Selbstreflexion und alltagspraktischen Erprobung im Identitätsgeschlecht therapeutisch zu begleiten.

 

Das umfasst auch, mögliche Alternativen aufzuzeigen – was aber nicht misszuverstehen ist als Versuch, die Betroffenen von ihrem Transitionswunsch, also dem Wechsel der sozialen Geschlechtsrolle, abzubringen.

 

Wie erhält man dann eine sichere Diagnose?

 

Transsexualität ist zunächst immer eine selbstgestellte Diagnose. Es geht am Ende immer darum, mit dem Betroffenen gemeinsam in einem längeren diagnostisch-therapeutischen Prozess größtmögliche Sicherheit darüber zu erlangen, dass erstens der transsexuelle Wunsch, das heißt der Wunsch nach geschlechtsangleichenden körperverändernden Maßnahmen zeitlich überdauernd ist und dass zweitens allein auf diesem Wege eine Reduktion des Leidensdrucks erreicht werden kann.

 

Sie und andere Experten sprechen von einer signifikanten Zunahme von Fällen. Wie erklären Sie sich diese?

 

Seit Jahren beobachten wir einen enormen Anstieg der Patientenzahlen, vor allem von Jugendlichen in der frühen und mittleren Adoleszenz. Als mögliche Ursachen für die Zunahme der Neuvorstellungsrate werden verschiedene Faktoren diskutiert, die vermutlich zusammenwirken.

 

Klären Sie uns auf ...

 

Zum einen eine bessere Aufklärung und ein größeres Problembewusstsein in der Bevölkerung für Geschlechtsrollen- beziehungsweise Geschlechtsidentitätskonflikte; das ist zweifellos eine Folge der medialen Verbreitung von Informationen zu Körper-Geschlechts-Inkongruenz und Geschlechtsdysphorie.

 

Eine Rolle spielt aber sicherlich auch der sich zunehmend in der Medizin durchsetzende „Machbarkeitsgedanke“, also die Annahme, dass eine „Geschlechtsumwandlung“ mittels heutiger medizinischer Möglichkeiten problemlos durchgeführt werden kann, und die Haltung, dass medizinisch Machbares prinzipiell umgesetzt werden sollte. Von großer Relevanz ist das Angebot neuer, allerdings umstrittener Behandlungsmethoden, insbesondere die vielfach beworbene Möglichkeit einer frühzeitigen pubertätsblockierenden und gegengeschlechtlichen Hormonbehandlung; wir haben es somit wohl auch mit dem Phänomen einer „angebotsinduzierten Nachfragesteigerung“ zu tun.

 

Sodann ist zu konstatieren, dass der gesamte Diskurs um das Thema „Gender“ inzwischen komplett durchideologisiert ist, was keineswegs immer im Interesse der Betroffenen ist. Außerdem erleben wir seit geraumer Zeit einen regelrechten medialen Hype um das Thema – speziell zum Thema Minderjährige mit Genderdysphorie respektive transsexuellem Wunsch und „Umwandlungsbegehren“.

 

Sie sprechen von einem „Hype“. Wer „hypt“ das Thema und warum?

 

Die Medien. Aber auch die Politik. Bisweilen gewinnt man den Eindruck, dass die Frage, ob man oder frau politisch rechts oder links steht, sich heutzutage primär anhand der persönlichen Positionierung in der Genderfrage entscheidet – genauer gesagt, anhand der eingenommenen Haltung gegenüber der queeren Theorie, der zufolge – vereinfacht gesagt – auch das biologische Geschlecht an sich als historisch diskursiv bedingte, reine Konstruktion verstanden werden soll.

 

Welchen Einfluss haben You-Tube, Instagramm oder TV-Sendungen wie Germany's Next Topmodel hier?

 

Wie bereits angedeutet, sind angesichts der medialen Dauerpräsenz des Themas durchaus Nachahmungseffekte zu vermuten. Kritikwürdig sind die Vermarktung von und die reißerische Berichterstattung über immer jüngere Patienten in wenig seriösen TV-Sendungen (z.B. RTL2: „Transgender – mein Weg in den richtigen Körper“). Hinzu kommen die vielen Internet-Foren, in denen junge Leute euphorisiert über ihre Behandlung berichten und als Vorbilder fungieren; es ist davon auszugehen, dass dies einen Anstieg der Selbstdiagnosen nach sich zieht.

 

Es sind vor allem Mädchen und junge Frauen, die sich im falschen Geschlecht wähnen. Warum?

 

Das ist eine gute und berechtigte Frage, die bislang jedoch noch nicht beantwortet ist. Ein möglicher Grund für die ungleiche Verteilung der Inanspruchnahme in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht könnte sein, dass die Verände-rungen während der Phase der Pubertät biologischen Mädchen im Allgemeinen größere Integrations- und An-passungsleistungen abverlangen als Jungen.

 

Die Dinge wären dann ähnlich gelagert wie bei der Magersucht, für die neben anderen Einflussfaktoren, eine – in diesem Punkt – vergleichbare Ursache angenommen wird: nämlich eine Überforderung der betroffenen Mädchen infolge des Drucks durch das soziokulturell und medial vorgegebene Schönheits- und Schlankheitsideal.

 

"Moderne" ethnische, soziokulturelle Störung?

 

Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, ließe sich die Geschlechtsdysphorie auch als „moderne“ ethnische beziehungs-weise soziokulturelle Störung konzeptualisieren, die möglicherweise in Teilen an die Stelle der Anorexie tritt.

 

Sie haben eben auch die Politik als Treiber erwähnt. Und in der Tat kann man den Eindruck gewinnen, Linke und Liberale feiern die neue sexuelle Vielfalt, während Konservative und Rechte den Genderwahn geißeln. Erleben Sie das auch so? Und falls ja, wie hilfreich ist das?

 

Der Genderdiskurs imponiert zusehends als Eliten- und Metropolendiskussion! Zudem macht die vorwiegend ideo-logisch geführte Diskussion eine sachliche, wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema zunehmend un-möglich: Ideologie bedeutet den Tod der Wissenschaft – ähnlich wie Populismus den Tod der Demokratie bedeutet. Das kann nicht im Sinne der Betroffenen sein, die Hilfe bei Medizinern und Psychologen suchen und auf deren Unter-stützung angewiesen sind.

 

Wissen Sie Abhilfe?

 

Es wäre meines Erachtens angebracht darüber zu diskutieren, ob die Inbrunst, mit der die politische Linke – nicht nur in Deutschland, sondern insgesamt in den westlichen Industriegesellschaften – sich auf das Genderthema fokussiert, eine Art Verschiebung darstellt, da sie bislang keine befriedigenden Antworten auf die Herausforderungen der Globalisie-rung und keine Lösungen für den entfesselten Kapitalismus hat!

 

Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch die Einflussnahme einer politisch inzwischen sehr einflussreichen Transgender-Aktivisten-Szene und Trans-Lobbyisten, die ihre Interessen lautstark vertreten – wobei diese nicht unbedingt repräsen-tativ sind für die Mehrheit der Menschen mit transsexuellem Wunsch und auch nicht für alle Selbsthilfeorganisatio-nen.

 

Kontrovers diskutiert wird auch die Gabe von Pubertätsblockern und Hormonen. Sie haben sich hier eindeutig positioniert und stehen dem Einsatz von Pubertätsblockern kritisch gegenüber. Warum?

 

Die bisherigen Studien zeigen übereinstimmend: Fast alle der Kinder, die Pubertätsblocker nehmen, entscheiden sich in einem zweiten Schritt für die Einnahme gegengeschlechtlicher Hormone, also Testosteron- oder Östrogenpräparate. Das weist darauf hin, dass zu einem sehr frühen Zeitpunkt eine Weichenstellung erfolgt, obwohl die Diagnose noch gar nicht gesichert ist. Eine pubertätsblockierende Behandlung, die von den Befürwortern als medizinisch unbedenklich dargestellt wird, forciert nach den bisherigen Erfahrungen also möglicherweise eine transsexuelle Entwicklung und verstellt zugleich andere, alternative Entwicklungswege.

 

Als da wären?

 

Zum Beispiel ein homosexuelles Coming-out. Vor allem aber verhindert der Einsatz von Pubertätsblockern eine prinzi-piell mögliche Aussöhnung mit dem Geburtsgeschlecht, präjudiziert die Intensivierung einer Geschlechtsdysphorie hin zur tatsächlichen Transsexualität und damit eine mit Risiken und Nebenwirkungen behaftete Transformations-behandlung. Das halte ich medizinethisch für problematisch.

 

Denn bei der Mehrheit der Betroffenen führt das Erleben der Pubertät einschließlich der für das biologische Geschlecht typischen Formen von Erregung und Sexualität dazu, sich mit dem eigenen Geschlechtskörper auszusöhnen. Jedenfalls dann, wenn man den dafür notwendigen Entwicklungsraum zur Verfügung stellt und das Erleben der Pubertät unter dem Einfluss der „nativen“ Geschlechtshormone ermöglicht wird.

 

Kolportiert wird, manche Jugendliche beschafften sich die entsprechenden Präparate mittlerweile im Internet oder bei Selbsthilfegruppen …

 

Das ist Fakt, ja. Einzelne Jugendliche berichteten uns davon.

 

Was bedeutet es dann eigentlich für Sie als Arzt, sich für oder gegen eine geschlechtsangleichende medizinische Behandlung auszusprechen? Das ist ja eine ungeheure Verantwortung.

 

Das stimmt. Die Verantwortung für die Entscheidung trägt am Ende jedoch erstrangig der Patient – bei Minderjährigen die Sorgeberechtigten. Anzustreben ist der sogenannte „informierte Konsens“, also eine Entscheidung nach ausführlicher Aufklärung der Betroffenen und deren Eltern über mögliche Therapieoptionen und wahrscheinliche Verläufe. Das Problem ist: Wir verfügen gegenwärtig insbesondere bezüglich der Effekte von Pubertätsblockern auf die Gehirnreifung und der möglichen Spätfolgen nur über eine sehr begrenzte wissenschaftliche Evidenz. Die Grundlage für informed consent ist somit nicht gegeben!

 

Dr. med. Alexander Korte ist Leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München und ein anerkannter Experte auf den Gebieten Genderdysphorie und Transsexualität. Seit 2004 behandelte er Kinder und Jugendliche mit Körper-Geschlechts-Inkongruenz.

 

 

HINTERGRUND:

 

Laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden ist die Anzahl der Geschlechtsumwandlungen in Deutschland zwischen 2005 und 2012 von 444 auf 1 124 gestiegen. Das entspricht einer Steigerung um 154 Prozent. Die Gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die irreversible Geschlechtsumwandlung, wenn diese als medizinisch indiziert gilt, sich die Patienten einer gegengeschlechtlichen Hormontherapie unterzogen und die "Alltagstauglichkeit" eines Lebens mit dem Wahlgeschlecht zuvor ausreichend erprobt haben. Auch nach einer Geschlechtsumwandlung müssen die Betroffenen lebenslang Hormone einnehmen. In der Wissenschaft gibt es bislang keinen Konsens darüber, was letztlich ursächlich dafür ist, dass Menschen sich einem anderen Geschlecht zurechnen als ihrem chromosomalen.

 

https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/feuilleton/Wir-erleben-einen-regelrechten-Hype;art310,200632

 


 

KULTURKAMPF UMS GESCHLECHT

 

Die Transgender-Ideologie ist totalitär und frauenfeindlich

 

Gastbeitrag von Uwe Steinhoff in CICERO ONLINE am 30. Mai 2021

 

Das Gerede vom „dritten Geschlecht“ oder der Wechsel des Geschlechts auf Grundlage einer entsprechenden Behauptung gehen an der Realität vorbei. Wir erleben intellektuelle Verwirrungen und den Vormarsch einer antiliberalen Ideologie.

 

Dieser Tage verkünden mehr oder weniger qualifizierte Wissenschaftsjournalisten selbst in angesehenen Tages-zeitungen und Fernsehsendern gerne, dass es mehr als zwei Geschlechter oder gar ein „Kontinuum“ von Geschlechtern gäbe. So geschehen zum Beispiel im Tagespiegel und in einer Episode der populären Wissenschaftssendung „Quarks“, die sich auf der Webseite der ARD noch immer als Video abrufen lässt. Sogar die Bundesärztekammer hat sich zu derartigen Verlautbarungen hinreißen lassen, etwa in ihrer Stellungnahme zu einem Referentenentwurf zu einem Gesetz zum Schutze von Kindern vor „geschlechtsverändernden“ operativen Eingriffen.

 

Indes ist es ein Gebot der Wissenschaft, hinreichend klar definierte Begriffe zu benutzen, um sicherzustellen, dass man nicht aneinander vorbeiredet. Denn diese Beiträge klären zunächst einmal keineswegs, was ein Geschlecht eigentlich ist. Sondern zählen derer lieber gleich mehr als zwei.

 

Einschlägige Lehrbücher und Fachaufsätze der Genetik und Entwicklungsbiologie sind auskunftsfreudiger und fundier-ter: Sie beziehen den Begriff des Geschlechts wenig überraschend auf den Fortpflanzungsapparat und treffen die Unterscheidung zwischen „männlich“ und „weiblich“ als Entsprechung zum Unterschied zwischen zwei Arten von Keimzellen. Die Körper der Mitglieder des männlichen Geschlechts sind auf die Produktion kleiner Keimzellen (Sperma) ausgerichtet, die Körper der Mitglieder des weiblichen Geschlechts auf die Produktion großer Keimzellen (Eizellen).

 

Es gibt kein „Spektrum“ von Geschlechtern

 

Da es keine mittleren Keimzellen gibt, weder unter Menschen noch im Tierreich (sogenannte Paarungstypen bei isogametischen, das heißt gleichkeimzelligen Arten sind irrelevant, da sie keine Geschlechter darstellen), gibt es auch kein drittes Geschlecht, geschweige denn ein modisches „Spektrum“ von Geschlechtern. Zweigeschlechtliche Wesen, sogenannte echte Zwitter (deren Vorkommen unter Menschen zweifelhaft ist), sind kein drittes Geschlecht, sondern haben die beiden allein existierenden Geschlechter gleichzeitig. Und Organismen, die wie der Clownfisch ihr Geschlecht ändern können, haben dafür kein buntes Spektrum von Optionen zur Auswahl, sondern genau zwei. Die Rede von der „Ausrichtung“ trägt dem Umstand Rechnung, dass aus verschiedenen Gründen (Präpubertät, Menopause, Entwick-lungs- oder Funktionsstörungen) nicht jedes Individuum eines Geschlechts auch tatsächlich die entsprechenden Keimzellen produzieren wird – die bloße Ausrichtung auf deren Produktion genügt.

 

Der am MIT unterrichtende amerikanische Philosoph Alex Byrne schlägt daher auch eine Formulierung vor, der zufolge weibliche Wesen solche sind, deren Körper Entwicklungsschritte zur Produktion großer Keimzellen vorgenommen haben (bei männlichen Wesen kleiner). Gehirnstrukturen, Verhaltensweisen, sexuelle Orientierung, Aussehen, Hormone und selbst Chromosomensätze (die Gleichung „Wesen mit XX-Chromosomen = weibliches Wesen“ ist falsch) liegen hingegen der biologischen Unterscheidung von weiblichen und männlichen Organismen ausdrücklich nicht zugrunde.

 

Varianzen sprechen nicht gegen Binarität

 

Daher sprechen die eingebildeten oder tatsächlichen Varianzen oder Spektrumhaftigkeiten jener nicht gegen den binären Charakter dieser. Verschiedene Chromosomensätze und hormonale Einflüsse etwa sind lediglich ein Mechanis-mus, welcher in Organismen die Entwicklung in Richtung der Produktion von kleinen oder großen Keimzellen verursacht – aber es ist diese gerichtete Entwicklung selbst, welche das Geschlecht definiert, nicht der sie verursachende Mechanis-mus (der zwischen verschiedenen Arten erheblich differieren kann und innerartlich nicht in jedem individuellen Fall denselben Effekt zeitigt).

 

Dies bedeutet auch, dass Individuen mit biologischen Störungen der sexuellen Entwicklung (sogenannte Intersexualität) in keiner Weise den geschlechtlichen Dualismus in Frage stellen. Sie lassen sich meist eindeutig dem einen oder dem anderen Geschlecht zuordnen und immer eindeutig keinem dritten, da es keinen dritten Keimzellentyp gibt.

 

Der Duden definiert dem allgemeinen Sprachgebrauch folgend Frauen als erwachsene weibliche Personen. „Weiblich“ meint das Geschlecht. Folglich sind Frauen erwachsene Personen, deren Körper Entwicklungsschritte zur Produktion großer Keimzellen aufweisen. Bei Männern sind es kleine Keimzellen. Eine solche Definition definiert Männer und Frauen in der Tat durch ihre biologische Ausstattung, aber es reduziert sie nicht auf sie. Nichts an der Definition schließt aus, dass konkrete Männer und Frauen auch Häuser, Elektrotechnik und Genderideologie produzieren.

 

Was eine solche Definition freilich ausschließt, ist die Wahrheit des von Transgenderideologen mantrahaft wiederholten und sie kennzeichnenden Credos „Transfrauen sind Frauen“. (Der Begriff „Transfrau“ ist deshalb anders als „Geschäfts-frau“ irreführend.) Mit anderen Worten: Sie schließt aus, dass erwachsene männliche Personen, die sich „wie Frauen fühlen“, „als Frauen identifizieren“, glauben, „im falschen Körper geboren“ zu sein oder einfach gern Frauen wären, auch tatsächlich Frauen sind. Sie sind keine. Sie sind Männer.

 

Transgenderideologen betrachten eine solche Aussage als „transphobisch“. Eine Phobie ist eine psychische Störung. Tatsächlich aber wird in der gegenwärtig gültigen deutschen Fassung der ICD (International Classification of Diseases) zwar Transsexualismus, das heißt, „der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden“, unter psychischen und Verhaltensstörungen aufgeführt, nicht aber die Anerkennung der biologischen Realität. Es ist vielmehr deren Verleugnung in der Transgenderideologie, welche auffällige Züge trägt.

 

Die Doktrin duldet keinen Widerspruch

 

Jedoch sind längst nicht alle (vermutlich nicht einmal die meisten) Transsexuellen auch Transgenderideologen. Viele von ihnen, selbst einige jener, die sich in der Tat als „Transfrauen“ bezeichnen, vermerken ausdrücklich – stellvertretend etwa Debbie Hayton in The Times –, dass sie keine Frauen sind, und lehnen Forderungen wie jene ab, dass „Trans-frauen“ (postoperativ oder nicht) Zugang zu Frauensport, Frauengefängnissen, Frauenhäusern oder speziell für Frauen geschaffene Preise und Stipendien haben sollten. Für diese Zurückweisung der Anmaßungen von Transgender-ideologen werden sie von letzteren im Internet mit wüsten Hasstiraden überzogen und propagandistisch ebenfalls als „transphobisch“ bezeichnet – obwohl sich der geforderte Ausschluss von den besagten Einrichtungen nicht gegen „Transfrauen“ im Besonderen, sondern gegen Männer im Allgemeinen richtet. Der Parteidoktrin darf nicht wider-sprochen werden, offenbar nicht einmal von jenen, deren Interessen sie angeblich vertritt.

 

Und wie jede auf Indoktrination ausgerichtete Ideologie greift auch diese zur sprachlichen Manipulation, wenn die Wirklichkeit sich nicht fügt. So etwa gesteht der sich als „Transfrau“ bezeichnende Transgenderideologe Rachel Ann Williams zwar ein, dass es „lächerlich“ wäre, wollte er sich als jemand mit großen Keimzellen identifizieren. Da er sich jedoch als „Frau“ sieht, hält er dies in einem von ihm veröffentlichten imaginären Gespräch mit einer fiktiven gender-kritischen Feministin für Grund genug, die biologische Definition von „Frau“ aufzugeben und stattdessen eine „inklu-sive“ zu bevorzugen.

 

Wie auch andere Transgenderideologen betrachtet er also den Umstand, dass er sich „als Frau fühle“ oder „identi-fiziere“, als hinreichend dafür, eine zu sein. Die reale genderkritische feministische Philosophin Jane Clare Jones entgegnet darauf, dass Williams Empfinden einer Nichtübereinstimmung seines biologischen Geschlechts mit seinem Selbstbild nur Symptom seiner Genderdysphorie sei (einer im DSM-5 gelisteten psychischen Störung); dass er zweitens keine Ahnung habe, wie es sich anfühle, eine Frau zu sein, da er keine ist; dass, drittens, Frauen sich nicht als Frauen fühlen müssen, um es zu sein; dass, viertens, der Versuch, ein Symptom seiner eigenen männliche Dysphorie zum Definitionsmerkmal von Fraulichkeit zu erheben, abwegig sei; und dass, fünftens, sein Ansinnen, Frauen müssten ihre Selbstdefinition den Bedürfnissen von Männern wie ihm unterordnen, nur seinen maskulinen Narzissmus offenbare. Diese Selbstbezogenheit wird durch den Umstand, dass Williams wie auch andere Transgenderideologen lieber mit eingebildeten genderkritischen Feministinnen als mit realen diskutieren, übrigens nur bestätigt.

 

Mobbing, Rufmord, Cancel Culture

 

Für letztere halten Transgenderideologen lieber Cancel Culture, Mobbing, Rufmord und Internet-Trolling bereit – während sie sich selbst als unterdrückt und entrechtet präsentieren. Kurz gesagt: Jane Clare Jones wirft Rachel Ann Williams vor, „seine Erfahrung von Genderidentität [Frauen] aufzuoktroyieren, um sich mit [Frauen] eins fühlen zu können“. Offensichtlich macht diese Form der Transgenderideologie buchstäblich den eigenen Wahn zur definitori-schen Methode.

 

Sofern möglich, wird das Ausmaß der Selbstbezogenheit noch deutlicher an einem anderen Transgenderideologen, nämlich an dem an der California State University Los Angeles unterrichtenden und sich ebenfalls als „Transfrau“ bezeichnenden Philosophen Talia Mae Bettcher. Er gesteht durchaus ein, dass die meisten Menschen eine „Frau“ als „erwachsenes weibliches menschliches Wesen“ definieren würden, ja sagt sogar, dass dies die „perfekte Definition“ zu sein scheine. Wichtiger aber als die semantische Perfektion dieser „dominanten“ Definition von „Frau“ seien wiederum die Bedürfnisse von Männern wie ihm. Er fordert daher, eine „resistente“ Definition zu verwenden, welche „Transfrauen“ einschließt.

 

Bettcher geht dabei weiter als Williams und erträgt nicht einmal Definitionen, die Frauen im normalsprachlichen Sinne als „paradigmatische“ Frauen zählen, während „Transfrauen“ sozusagen Sonderfälle wären. „Transfrauen“ müssen mindestens ebenso paradigmatisch sein. Dies scheint weniger „resistent“ denn selbstverliebt. Schließlich versteigt er sich sogar zur Behauptung, dass nicht nur jede Frau, die sich als Frau im „dominanten Sinne“ definiert, damit eine „transphobische Weltsicht“ stützt (so weit kommt es offenbar, wenn Frauen unverfrorenerweise ihre Bezeichnung selber wählen). Sondern dass dies für überhaupt jedweden Rückgriff auf einen sie bezeichnenden Begriff gilt, welcher „Transfrauen“ ausschließt.

 

Semantisch aufdringliche Männer

 

Anders gesagt: Dem selbsternannten „Feministen“ Bettcher zufolge haben Frauen es sowohl hinzunehmen, wenn semantisch aufdringliche Männer sich ihre Gruppenbezeichnung aneignen, als auch wenn man sie als eigenständige Gruppe begrifflich gleich ganz auszulöschen sucht. Hier von pathologischem Narzissmus zu sprechen ist unzureichend. Die Weltsicht der Transgenderideologie ist vielmehr frauenverachtend. (Dazu passt, dass „Transmänner“ in dieser Debatte eher unauffällig sind; genderkritische Feministinnen merken süffisant an, dies liege vielleicht daran, dass diese eben Frauen sind, keine Männer.)

 

Natürlich aber ist das in der Transgenderideologie verfolgte Projekt der sogenannten „ameliorativen“ (verbessernden) Umdefinition des Begriffs „Frau“ trotz des ideologischen Eifers erfolglos. Der schon erwähnte Alex Byrne sowie auch der an der kalifornischen Pepperdine Universität lehrende Tomas Bogardus haben in vier philosophischen Fachaufsätzen detailliert argumentiert, dass die bisher vorgeschlagenen angeblich „besseren“ Definitionen zumindest eine der vier folgenden Eigenschaften haben: Sie sind zirkulär (zu sagen, dass eine Frau ist, wer sich als Frau identifiziert, ist ebenso uniformativ wie zu sagen, dass ein Blarg ist, wer sich als Blarg identifiziert). Sie sind außerdem inkohärent und schließen (entgegen dem Ziel der Transgenderideologie) nicht alle „Transfrauen“ ein. Oder tun dies bestenfalls auf eine Weise, die impliziert, dass diese „Transfrauen“ nur über einen Irrtum zum „Frausein“ gelangen (und somit anders als Frauen, die dies ganz ohne Irrtum und jedwede Anstrengung schaffen, sicher nicht „paradigmatisch“ sein können).

 

Natürlich sind diese Analysen auf Widerstand gestoßen, aber die Gegenangriffe legen mehr Wert auf Infragestellung der Motive der angegriffenen Autoren (einer der Chefredakteure der Fachzeitschrift Philosophical Studies ist aus Protest gegen diese Strategie und den Ton einer der Kritiken zurückgetreten) denn auf schlüssige Widerlegung ihrer Argu-mente. Wenn sich hier also etwas als „resistent“ erweist, dann offenbar die Realität – nämlich gegen ihre ideologische Verdrehung.

 

Aggressiver sozialer Druck

 

Die Transgenderideologie ist allerdings nicht nur darauf aus, die Realität zu verdrehen, sondern will andere auch dazu zwingen – mit extrem aggressivem sozialen Druck bis hin zu zivil- und strafrechtlichen Sanktionen –, dieser Verdrehung nicht nur nicht zu widersprechen, sondern sich aktiv an ihr zu beteiligen. Darin offenbart sich ihr totalitärer Charakter. Denn natürlich reicht es Transgenderideologen wie Bettcher nicht, dass er auf sich das Wort „Frau“ (oder „woman“) anwendet. Das steht ihm frei. Nein, transgenderideologische „Transfrauen“ verlangen, dass auch andere sie als Frauen bezeichnen und die entsprechenden Pronomen benutzen.

 

FDP und Grüne haben sich in von „Selbstbestimmung der geschlechtlichen Identität“ sprechenden Gesetzentwürfen bereits zu Erfüllungsgehilfen solch staatlich unterstützter Fremdbestimmung und Einschränkung der Redefreiheit erklärt. Diesen Entwürfen zufolge, welche das in dieser Hinsicht auch schon fragwürdige bisherige Transsexuellengesetz nochmals überbieten, hat der Bürger nach der auf dem Papier erfolgten standesamtlichen „Geschlechtsumwandlung“ biologische Fakten zu ignorieren und von einer „Frau“ zu sprechen. Andernfalls droht nach dem Vorschlag der Grünen (die FDP ist weniger konkret) eine Strafe in Höhe von bis zu 2.500 Euro.

 

Derweil also dem Helden Winston in Orwells Roman 1984 noch Folter für die Nichtanerkennung der von der Partei wider die Mathematik erklärten Summe von zwei und zwei drohte, belassen die Grünen es bei der Nichtanerkennung des an der Biologie vorbei amtlich erklärten Geschlechts immerhin bei einer Geldstrafe.

 

Von Parteien wie der FDP, die sich gern als liberal und bürgerlich bezeichnet, hätte man allerdings mehr erwartet. Unter anderem, dass sie weder Frauenrechte ausverkaufen noch die Bürgerinnen und Bürger dazu zwingen, sich als zur Lüge verpflichtete Projektionsflächen der schönenden Selbstbespiegelung einer Minderheit missbrauchen zu lassen. Selbst dem Spiegel im Märchen war Ehrlichkeit erlaubt. 

 

Uwe Steinhoff ist Professor am Department of Politics and Public Administration der Universität Hongkong sowie Senior Research Associate im Oxford University Programme on the Changing Character of War. Zuletzt erschien von ihm das Buch „The Ethics of War and the Force of Law – A Modern Just War Theory“.

 

Kulturkampf ums Geschlecht - Die Transgender-Ideologie ist totalitär und frauenfeindlich | Cicero Online

 


 

Welches „dritte Geschlecht“?

 

Zur Geschlechtsidentitätspolitik des Bundesverfassungsgerichts und seiner Berater

 

Prof. Dr. Uwe Steinhoff, Philosoph und Politikwissenschaftler, Universität Hong Kong

 

Welches „dritte Geschlecht“? Zur Geschlechtsidentitätspolitik des Bundesverfassungsgerichts und seiner Berater – Uwe Steinhoff

 



 

Germaine Greer: Transgender women are 'not women' - BBC Newsnight

 

Dieses brisante BBC-Interview mit Germaine Greer kann hier leider nicht gezeigt werden. Die

Gründe sind mir unbekannt. Aber es kann immer noch bei You-Tube wurde angeschaut werden.

 

https://www.youtube.com/watch?v=7B8Q6D4a6TM

 

Germaine Greer ist eine australische Autorin, Intellektuelle, Publizistin und Feministin, die in

Großbritannien etwa so bekannt ist wie Alice Schwarzer in Deutschland. 

 

Germaine Greer  https://de.wikipedia.org/wiki/Germaine_Greer

 






 

Abigail Shrier, Irreversible Damage. Teenage Girls and the Transgender Craze, Grantham: Swift Press 2021