Katholizismus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rafael, Sixtinische Madonna 1512/1513

 

 

 

 

Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sei Christus,

der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen.

 

Johannes 20:31

 

Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab,

auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

 

Johannes 3:16

 

Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht;

wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater.

 

1. Johannes 2:23

 

 


 

Das Verderbnis des Besten ist das Schlimmste. 

 

Ivan Illich, In den Flüssen nördlich der Zukunft

 


 

Jesus von Nazareth war nicht nur das kleine liebe Jesuskind auf dem Schoß Mariens. Er hat aus gerechtem Zorn und tiefer Liebe zu Gott die Wechsler mit der Peitsche aus dem Tempel von Jerusalem vertrieben (Mt. 21, 12f, Mk., 11, 15, Luk. 19, 45f., Joh. 2, 13-16), er hat Petrus angewiesen, für alle Fälle zwei Schwerter zur Selbstverteidigung mitzunehmen (Luk. 22, 35-38), er hat Petrus gezürnt und ihn einen Satan gescholten (Mk. 8, 33, Mt. 16, 23) und er hat auf Golgatha über die Verschlafenheit seiner Anhänger geklagt. Seine Liebe zu Gott war also manchmal auch voll von gerechtem Zorn und leidenschaftlichem Tatendrang. Jesus von Nazareth war nur als Baby harmlos und niedlich.

 


 

Was ist evangelisch? Was katholisch? Wo liegen Unterschiede?

 

„Hauptsache Christ“, sagen viele. Oder: „Ist doch egal, ob jemand katholisch oder evangelisch ist!“ Doch es gibt weiter-hin eine Menge Unterschiede. Wir versuchen, wichtige Fragen zu klären: Was ist eigentlich evangelisch? Und was ka-tholisch?

 

Was wollte Martin Luther mit der Reformation?

 

Bis vor 500 Jahren gab es in Westeuropa nur eine Kirche, ihr Oberhaupt war der Papst. Von ihren Ursprüngen in der Zeit der Apostel hatte sie sich in Lehre und in Frömmigkeit an vielen Stellen weit entfernt. Manche Gelehrte, darunter der deutsche Mönch Martin Luther, wollten diese Kirche wieder zu ihrem eigentlichen Kern zurückführen („reformieren“). Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Luther 95 Thesen. Er kritisierte darin unter anderem, dass die Kirche lehrte, man könne sich durch Erwerb eines päpstlichen Ablasses von Sündenstrafen loskaufen. Luther wollte zudem eine Rück-besinnung der Kirche auf das Evangelium. Deshalb übersetzte er die Bibel in zeitgemäßes Deutsch.

 

Was waren die Folgen?

 

Luther wollte eine Reform der Papst-Kirche. Doch als er auf erbitterten Widerstand bei Papst und Kaiser stieß, wurde seine Kritik radikaler. Luther wurde verfolgt, entkam aber mit Hilfe fürstlicher Verbündeter. Im Deutschen Reich ent-wickelte sich eine breite Umsturzbewegung, die von mehreren Landesfürsten unterstützt wurde. Sie profitierten von der Auflösung von Klöstern und Bischofsbesitzungen und gewannen Macht und Reichtum. Die Gemeinden, die sich zu Luthers Lehre (in anderen Gebieten zur Lehre der Reformer Zwingli und Calvin) bekannten, bildeten allmählich eigene kirchliche Strukturen. Es entstanden mehrere reformierte „Konfessionen“. Die Papst-Kirche war nun bloß noch eine von mehreren Kirchen, „katholisch“ wurde eine Konfession. Reformierte und Katholiken bekriegten einander, im Dreißig-jährigen Krieg konnte sich trotz sechs Millionen Toten keine Seite durchsetzen. Seit 1648 („Westfälischer Friede“ von Münster und Osnabrück) existieren katholische und protestantische Gebiete friedlich nebeneinander.

 

Wie unterscheidet sich der Aufbau der Kirche?

 

Anders als die Katholiken haben Protestanten kein weltweites Oberhaupt. In den einzelnen Kirchen entscheiden Syno-den (Kirchenparlamente) über wichtige Sach-, Personal- und Finanzfragen. Auf allen Ebenen haben die Gläubigen mehr Rechte zur Mitentscheidung. Kirche ist aus evangelischer Sicht überall da, wo das Evangelium in Wort und Tat verkündigt wird und die Sakramente in rechter Form verwaltet werden. Aus katholischer Sicht verwirklicht sich Kirche vollständig nur in der römisch-katholischen Kirche. Sie sieht ihre Bischöfe als Nachfolger der Apostel. Ihr Oberhaupt ist der Papst als Bischof von Rom als Nachfolger des Apostels Petrus.

 

Was bedeutet das für die Geistlichen?

 

In der katholischen Kirche können nur Männer zu Priestern geweiht werden, weil sie bei der Spendung der Sakramente als Stellvertreter Christi agieren, der ein Mann war. Römisch-katholische Priester dürfen nicht heiraten. Bei den Pro-testanten – sie sehen die Priesterweihe nicht als Sakrament an – gibt es seit dem späten 20. Jahrhundert in vielen Län-dern weibliche Geistliche, in manchen auch Bischöfinnen. Evangelische Pfarrer dürfen heiraten und Kinder haben. In einigen Landeskirchen werden neuerdings auch homosexuelle Partnerschaften akzeptiert.

 

Warum gibt es Eucharistiefeier und Abendmahl?

 

Brot und Wein erinnern an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Bei den protestantischen Kirchen gibt es unterschiedliche Auffassungen, ob Christus bei der Feier des Abendmahls mit Brot und Wein real gegenwärtig ist oder ob das eher als Symbol verstanden wird. Katholiken glauben, dass Hostien und Messwein in der Eucharistiefeier zu Leib und Blut Christi gewandelt werden und dass Jesus in ihnen tatsächlich präsent ist. Aus katholischer Sicht kann nur ein geweihter Priester die Eucharistie gültig feiern.

 

Warum ist die gegenseitige Teilnahme am Abendmahl so schwierig?

 

Evangelische Christen laden andere Christen zum Abendmahl ein. Für die katholische Kirche kann es Gemeinschaft am Altar aber erst dann geben, wenn es eine Einheit in Glauben und Lehre gibt. Zur Kommunion sind daher nur Katholiken zugelassen sowie Mitglieder östlicher Kirchen, die eine ähnliche Sakramentenlehre haben. Katholiken dürfen nicht an protestantischen Abendmahlsfeiern teilnehmen, weil diese nach katholischer Auffassung ungültig sind.

 

Welche Unterschiede gibt es bei den Sakramenten?

 

Die evangelische Kirche kennt nur zwei Sakramente, nämlich Taufe und Abendmahl. Die katholische Kirche hat sieben Sakramente: zusätzlich zu Taufe und Eucharistie (Erstkommunion) noch Firmung, Beichte, Priesterweihe, Kranken-salbung und die Ehe. Die katholische Kirche versteht die Ehe als eine lebenslange Gemeinschaft von Mann und Frau. Daher ist nach einer zivilrechtlichen Scheidung eine kirchliche Wiederheirat nicht möglich. In der evangelischen Kirche ist die Ehe kein Sakrament, sondern eine weltliche Institution, die von der Kirche gesegnet werden kann.

 

Was heißt Ökumene?

 

Der Begriff stammt aus dem Griechischen und heißt wörtlich „die ganze bewohnte Erde“. Gemeint sind die Bemü-hungen um die Einheit aller getrennten Christen. Im weiteren Sinne zählen dazu alle Formen der Zusammenarbeit von Christen unterschiedlicher Konfessionen.

 

Gottfried Bohl - KNA

 

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/was-ist-evangelisch-was-katholisch-wo-liegen-unterschiede


 

Bernhard Kaiser, Warum nicht römisch-katholisch?

 

Das Problem

 

Das Problem „Die Reformation ist die einzige Opposition, die der Katholizismus … nicht hat einverleiben können.“ Das sagte der frühere Erlanger Kirchenhistoriker Walther von Loewenich in seinem vielgelesenen Werk Die Geschichte der Kirche (1939). Er machte damit deutlich, daß der Katholizismus eine Vielzahl von Denkrichtungen, Glaubensformen und Lebensäußerungen in sich vereinigen kann, aber daß evangelisches Denken, evangelischer Glaube und evangelische Kirche nicht unter den Hut des Papsttums passen.

  • Was hat der Protestantismus, das nicht in das römisch-katholische System paßt?
  • Oder anders gefragt: Was hat er verloren, wenn er sich heute der römischen Kirche annähert?
  • Warum nicht römisch-katholisch?

Ich stelle diese Frage in einer Zeit, in der die protestantischen Landes- und Freikirchen in der Öffentlichkeit kaum noch wahrgenommen werden. In den Medien erscheint fast nur die römische Kirche als Repräsentantin des Christentums, sei es, daß positiv über sie berichtet wird, oder sei es, daß sie von antikirchlichen Kräften verspottet oder als unglaubwürdig dargestellt wird.

 

Ich stelle diese Frage auch in einer Zeit, in der der Protestant die theologischen Unterschiede zwischen römischem und evangelischem Glauben kaum noch benennen kann und deshalb in der Versuchung steht, beide Formen als gleicher-maßen christlich anzusehen. Ich stelle sie an den Protestanten, der angesichts seiner geistlich zerfallenden Kirche in der scheinbar jahrtausendealten römischen Kirche Geborgenheit, Ordnung, Autorität und Stetigkeit sucht.

 

Ein älterer Herr und aufmerksamer Protestant, der keinen sonntäglichen Gottesdienst an seinem Wohnort hat und dafür öfters den Gottesdienst im ZDF anschaut, sagte mir vor einiger Zeit: „Die katholischen Predigten sind oft gehaltvoller als die evangelischen.“ Offensichtlich erscheint nicht wenigen Protestanten die römische Kirche attraktiver als ihre eigene. Warum nicht römisch-katholisch?

 

Ich stelle diese Frage an die Protestanten, die angesichts der politischen Bedeutungslosigkeit ihrer Kirche zusammen mit den Katholiken christliche Anliegen in der Öffentlichkeit stärker zur Geltung bringen wollen. Darüber hinaus suchen nicht wenige Protestanten die Zusammenarbeit mit römischen Priestern, soweit diese dazu bereit sind.

 

In der Praxis geschieht das eher punktuell und lokal, aber wenn man schon nicht zur römischen Kirche übertreten will, was hindert einen daran, den Priester bei Kirchentagen, bei ProChrist, in der Allianzgebetswoche, auf Allianztagen und bei ökumenischen Gottesdiensten und Amtshandlungen einzubeziehen? Ist angesichts funktionierender ökumenischer Beziehungen eine Trennung überhaupt noch gerechtfertigt?

 

Ich erlaube mir, diese Frage auch an den Katholiken zu stellen.

  • Ist seine Kirche wirklich so bibelgemäß, daß man in ihr sein Christsein problemlos leben kann?
  • Oder gibt es Gründe, die das römische System in Frage stellen?

Noch ein letzter, wichtiger Aspekt zur Problemanzeige: Klaus Berger, ein verhinderter römischer Priester und evange

lischer Theologe, der in seinem Herzen nach wie vor römisch denkt, bietet in seinem neuesten Buch unter dem Titel Glaubensspaltung ist Gottesverrat. Wege aus der zerrissenen Christenheit (München: Pattloch, 2006, S. 72) die Problem-anzeige im Bild von Christus, der nicht nur eine Braut habe, sondern einen ganzen Harem von Frauen in Gestalt der Vielzahl der getrennten Kirchen. Das sei, so sagt er an sich mit Recht, ein Skandal und nicht der Wille Gottes. Also liegt die Frage nahe, warum man nicht um der Einheit willen römisch-katholisch werden solle.

 

Im folgenden schreibe ich meist „römisch“ anstelle von „römisch-katholisch“. Wirklich „katholisch“, d.h. weltum-spannend, ist die Kirche Jesu Christi, in der das Evangelium rein gelehrt und die Sakramente recht verwaltet werden.  Einheit soll doch sein, Jesus hat sie gewollt – also dann positiv gewendet:

  • Warum nicht römisch-katholisch der Einheit wegen?

Ich gehe an diese Frage heran, indem ich im ersten Teil meiner Schrift über das spreche, womit die römische Kirche bei den Menschen Sympathien findet. Im zweiten Teil, der deutlich ausführlicher ist, gehe ich auf die Problemstellen im römischen System ein. Im dritten Teil meiner Schrift stelle ich heraus, was wir als Protestanten haben, was zu unserer Identität gehört, was wir wieder gewinnen müssen, wenn wir es verloren haben, und was wir brauchen, wenn wir als Protestanten überleben wollen. Ich zögere nicht, alle wesentlichen Positionen, die die Reformation vertreten hat, als schriftgemäß zu bezeichnen, denn das läßt sich problemlos anhand der Bibel zeigen. 

 


 

Bernhard Kaiser, Warum nicht römisch-katholisch?

 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Das Problem

 

2. Die römische Kirche – Vielgestaltigkeit, Macht, Ansehen und Einfluß

 

1 Sinnenfälligkeit

2 Einheit

3 Vielgestaltigkeit

4 Konservative Ethik

 

3. Die problematischen Seiten der römischen Kirche

 

1 Das optimistische Menschenbild

2 Die Relativierung der Heiligen Schrift

3 Der Sakramentalismus

4 Die Rechtfertigung aus Werken

5 Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit

6 Das Papsttum

7 Die Marienverehrung

8 Sonstige schriftwidrige Elemente

   8.1 Die Verehrung und Anrufung der Heiligen

   8.2 Der Ablaß

   8.3 Sakramentalien, heilige Zeichen, Feste

9 Zusammenfassung

 

4. Was haben wir Protestanten?

 

1 Christus allein

2 Die Gnade allein

3 Die Schrift allein

4 Der Glaube allein

 

Zum Schluß: Warum evangelisch?

 


Download
Bernhard Kaiser, Warum nicht römisch-katholisch?
Institut für Reformatorische Theologie, gGmbH, Narzissenweg 11, D-35447 Reiskirchen
Tel./Fax 06408-965040, info@irt-ggmbh.de; www.irt-ggmbh.de
Kaiser, Warum nicht römisch-katholisch.p
Adobe Acrobat Dokument 271.0 KB

 

Bernhard Kaiser, Institut für Reformatorische Theologie

 

http://www.bernhard-kaiser.homepage.t-online.de/das-institut/index.php

 


 

Wohlwollende Darstellung der Lehre der Römisch-Katholischen Kirche und ihrer Lehre

 


 

Documentary on Roman Catholic Sex Abuse -- 'Mea Maxima Culpa: Silence in the House of God' (2012)

 


 

John MacArthurs bibelfundamentalistische Kritik des Römischen Katholizismus

 


 

Dokumentation über die nachkonziliaren Aufbrüche des Katholizismus im 20. Jahrhundert

 


 

Dokumentation über die gegenwärtigen Kulturkämpfe im Römischen Katholizismus

 


 

Zölibat - Der katholische Leidensweg

 

Priester, Theologen und Bischöfe bekennen zunehmend, dass ein Großteil der Geistlichen das Zölibat nicht mehr befolgt. Sie verurteilen die Institution Kirche und ihren Umgang mit Priestern. Und weigern sich, die vom Vatikan auferlegte kirchliche Gesetz zu befolgen. Sie wollen ihr Privatleben nicht mehr geheim halten. Viele plädieren für

ein Aus des Pflichtzölibats.

 

Immer mehr Stimmen richten sich gegen den Zölibat und sorgen für Unruhe in der römisch-katholischen Kirche. Eine Umfrage unter Priestern, Gläubigen, Theologen und Bischöfen aus acht Ländern und drei Kontinenten hat ergeben, dass ein Großteil der Geistlichen den Zölibat nicht mehr befolgt. Die Befragten verurteilen die Heuchelei der Kirche, die über das Doppelleben von Priestern hinwegsieht und für den Leidensweg ihrer Familien verantwortlich ist. Im Hinter-grund werden Fäden gezogen, um nicht noch mehr Priester zu verlieren: Betroffene berichten von Zwangsversetzun-gen, Ziehvätern, die Priesterkinder adoptieren, und Schweigegeld für Mütter.

Im Klerus werden indes die Auswirkungen der unmoralischen Vorgehensweisen spürbar: Immer mehr Priester ver-lassen ihr Amt und wollen ihr Privatleben nicht mehr geheim halten. Obwohl das Risiko einer Exkommunikation droht, leben in Österreich etwa 350 Priester offen mit ihrer Familie zusammen. Priester, die wegen ihrer Ehe aus der Kirche ausgeschlossen wurden, gehen weiterhin ihren Aufgaben in der Gemeinde nach. Messen werden teils von Frauen gehalten.
-
Auch in Deutschland bleibt die Kirche nicht untätig – der deutsche Episkopat hat gegen den Willen Roms eine radikale Reform eingeführt: Laienpredigerinnen und -prediger können von nun an in der Kirche Gebete und Segen aussprechen.
Dieser Ruf nach Veränderung sorgt für eine Spaltung in der Kirche. Vom Vatikan enttäuscht, verlassen progressive Priester ihre Ämter, treten unabhängigen katholischen Gemeinden bei und haben dort die Möglichkeit, eine Familie zu gründen. Anfangs gab es solche Gemeinden vor allem in Afrika – mittlerweile verbreiten sie sich auf der ganzen Welt. Um die leeren Reihen des Klerus erneut zu füllen, schrecken die Diözesen nicht davor zurück, verheiratete Priester mit Kindern aus anderen christlichen Kirchen abzuwerben. Das Ganze führt zu einer gewissen „existenziellen Schizophrenie“ der Gläubigen und der Kirche, die sich laut Papst Franziskus bereits bei den Bischöfen bemerkbar macht.

 

 

https://www.arte.tv/de/videos/097605-000-A/zoelibat-der-katholische-leidensweg/

 


 

Kulturkritische Darstellung der Erfindung der sich selbst verabsolutierenden Tradition

 


 

Gibt es einen moderaten Weg der Erneuerung der römisch-katholischen Kirche mit Augenmaß in der Mitte zwischen dem genderideologischen Radikalismus des Synodalen Weges einerseits und der Selbstzerstörung der katholischen Kirche durch einen wachsenden Priestermangel und durch zunehmende Austritte andererseits? Die beiden Dogmen

der Unfehlbarkeit des Papstes und der Himmelfahrt Mariens wurden erst Ende des 19. Jahrhundert im Modernismus-streit erfundenen, waren also zuvor nie katholische Lehre, und das Zwangszölibat war ursprünglich auch nur eine Maßnahme der Kirche, um die unehelichen Kinder von Priestern nicht versorgen zu müssen. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gibt es das alternative Modell der Altkatholischen bzw. Christkatholischen Kirche, in der die Bischöfe

und Diözesen wieder autonomer sind, wie sie es für viele Jahrhunderte lang waren, bevor der Römische Zentralismus erfunden und eingeführt wurde! Alles, alles ist vergänglich, nur der Kuhschwanz, der bleibt länglich! UWD